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Darum bekommt Borbet bald einen Betriebsrat

Die Interessen von 500 Mitarbeitern beim Kodersdorfer Hersteller von Leichtmetallrädern sollen besser vertreten werden.

Blick auf das Betriebsgelände von Borbet in Kodersdorf. © André Schulze

Die IG Metall Ostsachsen hatte am Mittwoch bei Borbet Sachsen zu einer Betriebsversammlung geladen, an der sich nach Angaben von Gewerkschaftssekretär Uwe Garbe rund 150 der über 500 Beschäftigten des Standortes im Gewerbegebiet Kodersdorf beteiligten. „Die Kollegen waren vor einiger Zeit auf uns zu gekommen. Daraufhin haben wir beraten, wie wir vorgehen können und uns vor etwa einem Dreivierteljahr auch mit der Geschäfts- und Personalleitung getroffen.“

Bei der jetzigen Veranstaltung sei ein dreiköpfiger Wahlvorstand gewählt worden, der sich um die Vorbereitung und Durchführung der Betriebsratswahl kümmern werde. Dafür seien gesetzliche Fristen einzuhalten, weshalb die Wahl frühestens in zwei bis drei Monaten stattfinden könne. Nach Gewerkschaftsangaben geht es den Borbet-Beschäftigten derzeit hauptsächlich um Veränderungen in dem ihrer Meinung nach nicht optimalen Schichtsystem und um eine bessere Wertschätzung der Kollegen.

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Reiner Dürkop, Geschäftsführer von Borbet Sachsen, zeigt sich zuversichtlich, dass man mit dem künftigen Betriebsrat gut zusammenarbeiten kann. „Das ist für uns ein völlig normaler Vorgang“, so der Kodersdorfer Chef. Er verweist darauf, dass es aus Ermangelung eines Betriebsrates seit über einem Jahr eine von der Geschäftsleitung initiierte Belegschaftsvertretung gebe, in der sich alle bei Borbet vorhandenen Bereiche „sehr erfolgreich zum Beispiel um die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gekümmert haben.“ Ihm sei klar, dass der Betriebsrat umfangreichere Rechte habe als die Belegschaftsvertretung. „An unseren verschiedenen Borbet-Standorten sind Betriebsräte ganz normal“, so Dürkop.

Laut IG Metall gibt es seit vergangener Woche in zwei weiteren großen Oberlausitzer Unternehmen Betriebsräte – beim Airbus-Zulieferer Acosa, ebenfalls in Kodersdorf, und beim Fahrzeugbatteriehersteller Mercedes-Benz Energy GmbH in Kamenz.

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