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Der erste Schnaps aus Zwieback

Der neue gute Schluck kommt aus Neukirch. Verkauft wird er bei ausgewählten Partnern in der Region.

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© Steffen Unger

Von Ingolf Reinsch

Die Traditionsunternehmen Neukircher Zwieback GmbH und die Schusterliebs-Brennerei des Neukirchers Steffen Lindner haben sich zusammengetan und ein gemeinsames Produkt: den ersten Schnaps aus Zwieback. Destilliert wurde der hochprozentige Tropfen im Sommer. Seitdem reifte er in einem Steinbehälter im kühlen, dunken Keller der Brennerei. Jetzt wurde er abgefüllt. Steffen Lindner und seine Frau Ramona übergaben die erste Flasche an Dr. Michael Heinemann, den geschäftsführenden Gesellschafter der Neukircher Zwieback GmbH. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer auf Zukunft angelegten Zusammenarbeit.

Die Idee für den Zwieback-Schnaps entstand genau vor einem Jahr. Auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde 2016 kamen der damalige Leiter der Zwiebackfabrik Olaf Jahn und Steffen Lindner ins Gespräch. Alles, was man essen kann, könne man auch trinken, kalauerten die beiden Männer am Stehtisch. Der Ehrgeiz von Steffen Lindner war geweckt: Er tüftelte an einem Rezept, dessen Ergebnis sich sehen und vor allem schmecken lassen kann. „Griffig im Aroma und dezent nach Hefe schmeckend“, beschreibt der landwirtschaftliche Brennmeister im Nebenerwerb sein jüngstes Produkt. Am besten genieße man das Zwiebackdestillat bei einer Temperatur von 18 Grad Celsius.

Nur in ausgewählten Geschäften zu haben

Es ist das 53. Erzeugnis der von Steffen Lindner ins Leben gerufenen Marke Schusterliebs. Zu haben sind die Spirituosen nur im eigenen Hofladen und bei ausgewählten Partnern in der Region. Dazu gehören die Genusswerkstatt Burkau, der Hofladen Löhnert in Zockau und die Vinothek an der Dresdner Frauenkirche. Auch die Neukircher Zwieback GmbH wird in ihrem Werksverkauf das Zwieback-Destillat verkaufen. Ab Ende Januar wird der Tropfen auch in einigen Gaststätten ausgeschenkt, unter anderem in der Freihufe und dem Töpfercafé Neukirch, im Erbgericht Tautewalde und im Demitzer Gasthaus Kmoch. Steffen Lindner setzt mit seinen Erzeugnissen auf Exklusivität. In die Handelsketten zu drängen, würde dem Konzept seiner Brennerei widersprechen. Diese ist eine Manufaktur, in der auf traditionelle Art hochwertige Produkte in kleinen Mengen hergestellt werden. Die haben natürlich auch ihren Preis. Die 0,2 Liter-Flasche des Zwieback-Destillates kostet 17,80 Euro.

Das Etikett darauf ist, wie so vieles, Ergebnis der Lindnerschen Kreativität. Schusterliebs trifft Neukircher Zwieback, ist darauf zu lesen. Was sich nicht nur auf den Flascheninhalt bezieht. Beide Unternehmen wollen künftig stärker zusammenarbeiten, um für Neukirch zu werben. So soll es auch Geschenkpackungen mit Zwieback und Schnaps geben. Michael Heinemann unterstützte das Vorhaben von Anfang an. „Zwieback und Brennerei haben Tradition. Es ist im Sinne der Gemeinde, mit beiden Marken zu werben“, sagt er. In der nächsten Woche fährt er zur Internationalen Süßwarenmesse nach Köln. Dort wird er guten Geschäftspartnern den neuen Schnaps anbieten. Auch Bürgermeister Jens Zeiler ist froh über das neue Produkt. Braucht er für die Gemeinde ein Geschenk, lässt er oft einen „Neukircher Korb“ zusammenstellen. Der aus Zwieback gebrannte Schnaps kann diesen bereichern.

Bei Verkostungen in Lindners Schaubrennerei wünschen sich Gäste oft was zu knabbern Die Gastgeber reichen dann Neukircher Zwieback. Der macht sich nämlich nicht nur gut als hochwertiger Rohstoff für den Schnaps. Er neutralisiert auch den Geschmack. Vorteilhaft bei Verkostungen.

www.schusterliebs.de