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Pirna

Die Insekten sind los

Die Sächsische Schweiz wird in diesem Sommer erneut zur Theaterkulisse. Am Sonnabend ist Premiere.

„In Sekten – Es gibt für alle(s) eine Lösung“ lautet der Titel des neuen Stückes des Landschaftstheaters der Sandsteinspiele.
„In Sekten – Es gibt für alle(s) eine Lösung“ lautet der Titel des neuen Stückes des Landschaftstheaters der Sandsteinspiele. © PR

Reinhardtsdorf-Schöna wird bevölkert von summenden und brummenden Wesen. Bei genauerem Hinsehen schauen die Viecher mit ihren riesigen Fühlern und glitzernden Körpern reichlich komisch aus. Was passiert hier auf den Wiesen und Feldern rund um den Zirkelstein?

Es ist die Fortsetzung eines kulturellen Erfolgsprojekts. Die rund 40 Amateurschauspieler des Landschaftstheaters Sandsteinspiele widmen sich in diesem Sommer den ganz kleinen Lebewesen. In ihrer Inszenierung „In Sekten – Es gibt für alle(s) eine Lösung“ nehmen sie die Zuschauer mit auf eine Theaterwanderung durch die malerische Sächsische Schweiz. 

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Der seltsam geschriebene Titel ist nicht etwa ein Tippfehler, sondern soll vom hintersinnigen Witz des Stückes künden: Inmitten der Naturkulisse um den Zirkelstein gerät die Fauna außer Kontrolle. Das Chaos von Artensterben, Klimawandel und Fachkräftemangel ist im Insektenreich allgegenwärtig. Der weltkleinste Chemiekonzern Elb-Chemie findet seinem Firmenslogan gemäß „für alles eine Lösung“ und möchte die Natur wieder gefügig machen. 

Doch kaum entwickelt der größenwahnsinnige Konzernchef das vermeintlich problemlösende Spray, schon breitet es sich mit verheerenden Folgen in Wald und Flur aus. Alle, die jetzt ein Belehrstück über Artenschutz, Pflanzengifte und skrupellose Agrarkonzerne befürchten, können ruhig bleiben. Das ist es nicht. „Wir sind keine Moralapostel. Wir wollen das Publikum vor allem amüsieren“, sagt Tom Jäger vom Verein Sandsteinspiele. Den Großteil der in diesem Jahr bespielten Flächen stellt die Agrargenossenschaft „Oberes Elbtal“ aus Reinhardtsdorf zur Verfügung, und dafür sei man sehr dankbar. In der humorvollen Inszenierung geht es vor allem um die Putzigkeit der Insekten, und eine kleine Liebesgeschichte ist auch mit integriert.

Was die Insekten alles durchmachen müssen, erfährt das Publikum auf einer etwa dreistündigen Theaterwanderung. Als Bühnenbild auf der 2,5 Kilometer langen Tour dienen die Felsformationen des Elbsandsteingebirges. Mit bereitgestellten Klapphockern ausgerüstet, ziehen die Zuschauer den Darstellern von Szene zu Szene hinterher. Das ist vor allem für Kinder ein super Einstieg in die Theaterwelt, sagt Ensemblemitglied Tom Jäger. Denn die müssen nicht ewig stillsitzen. Außerdem sind die schrägen Kostüme ziemlich spektakulär und dank das Platzes im Freien ist mehr los als auf einer klassischen Bühne.

Regisseur und Autor Arnd Heuwinkel gibt der Aufführung nicht zuletzt durch Unterstützung der beiden Schauspieler Claas Würfel und Karl-Heinz Ahlers die Professionalität, von der schon die Stücke der vergangenen Jahre profitierten. Über den Sommer sind zehn Aufführungen geplant.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/pirna und in unseren anderen Online-Ausgaben für Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz vorbei.

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