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Dipps holt Rückstand bei den Abrechnungen auf

Jetzt ist der Jahresabschluss für 2017 geprüft, drei Jahre zu spät. Aber das soll nicht so bleiben.

2017 wurde die Oberschule in Dippoldiswalde energetisch saniert. Mit der Abrechnung sind die Wirtschaftsprüfer nicht zufrieden.
2017 wurde die Oberschule in Dippoldiswalde energetisch saniert. Mit der Abrechnung sind die Wirtschaftsprüfer nicht zufrieden. © Egbert Kamprath

Schritt für Schritt holt die Stadt den Rückstand auf, den sie bei ihren Jahresabschlüssen hat. Auf der Sitzung des Stadtrats wird der Abschluss für das Jahr 2017 vorgestellt. Die Prüfung durch die Liska Treuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Dresden hat ein beruhigendes Ergebnis vorzulegen. „Unsere Prüfung hat zu keinen wesentlichen Einwendungen geführt“, heißt es in deren Bericht.

Kritik wegen der Sanierung der Oberschule

Einwände gab es, weil bei der Sanierung der Oberschule Nachträge nicht ausdrücklich vom Stadtrat genehmigt worden sind. Die Baukosten sind von 216.000 Euro auf 222.000 Euro gestiegen. Aber das war einer von wenigen Punkten, den die Prüfer ausdrücklich bemängelt haben.

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Dipps hat in dem Jahr 2017 einen Fehlbetrag von 255.000 Euro eingefahren. Das hat seine Hauptursache allerdings in den Hochwassermaßnahmen, die damals in vollem Gange waren und wo Millionen an Bausummen und Fördergeldern zu verrechnen waren. Hier hatte die Stadt noch in Größenordnungen auf Fördergelder gewartet, die ihr zugesagt, aber noch nicht ausgezahlt waren.

Geld fürs Parkdeck auf der hohen Kante

Damals hatte die Stadt auch Geld auf der hohen Kante liegen. Beispielsweise hatte sie im Sommer 2017 einen Vergleich geschlossen wegen der Planungsfehler beim Bau des Parkdecks über dem Busbahnhof. Dafür bekam die Stadt Schadensersatz. Auf dem entsprechenden Konto hatte Dippoldiswalde 1,46 Millionen Euro Rücklagen. Die Stadt hat auch noch Rücklagen für drei frühere Müllkippen, die noch ordentlich saniert werden müssen. Das sind 2,8 Millionen Euro für die Deponien „Wanderparkplatz Malter“, „Rabenauer Straße“ und „Schauers Tal“. Die Aufgabe hier lautet nur, dieses Geld auch irgendwann auszugeben und eine Lösung für den Busbahnhof zu finden. Das ist bis heute nicht geschehen.

Ruhigeres Fahrwasser

Insgesamt war Dippoldiswalde 2017 dabei, in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Probleme früherer Jahre wie die Aufnahme von Zinswetten oder die laufenden Kämmererwechsel schienen überwunden zu sein. Auch die Verschuldung der Stadt ging zurück. Mit 478 Euro je Einwohner haben die Prüfer Dippoldiswalde als „nicht hoch verschuldet“ eingestuft.

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Das wesentliche Problem ist, dass der Jahresabschluss eben jetzt erst vorliegt. Eigentlich hätte er 2018 fertiggestellt sein müssen. Dieser Rückstand soll in den nächsten Jahren aufgeholt werden, indem die Verwaltung jedes Jahr zwei Abschlüsse fertigstellen muss. 2923 soll alles wieder im Lot sein. So ist es mit dem Landratsamt abgesprochen, informierte Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU).

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