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So soll Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln aussehen

Die ersten Entwürfe für Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln gibt es schon. In eineinhalb Jahren könnte Eröffnung sein.

So stellen sich die Planer Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln vor. Rechts ist die Raupenbahn zu sehen. Am Eingang eine Riesenrutsche.
So stellen sich die Planer Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln vor. Rechts ist die Raupenbahn zu sehen. Am Eingang eine Riesenrutsche. © PR/Karls

Döbeln. Es gehört schon viel Fantasie dazu, sich Karls Erlebnis-Dorf vorzustellen, wenn man auf der B 169 in Döbeln Nord an dem 17 Hektar großen Feld vorbeifährt, auf dem der Erlebnispark im Zeichen der Erdbeere gebaut werden soll.

Weiter ist man schon in Rövershagen bei Rostock, wo die Mannschaft von Karls über dem Konzept des ersten Erlebnis-Dorfes in Sachsen brütet. Es gibt schon Entwürfe für Eingangsbereich, Gastronomie, Attraktionen. Ein bisschen sieht das nach Scheune aus, nach Futtersilo, nach Bauernhof. Ein Erlebnisdorf eben.

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Die große Rutsche gleich am Eingang, die soll der Döbelner Hersteller Atlantics liefern, sagte Robert Dahl, Chef der Karls Tourismus GmbH.

„Mit der Firma Atlantics arbeiten wir schon lange zusammen, sie baut für uns schon seit vielen Jahren Spielanlagen. Daher kennen wir Döbeln auch. Mit dem Geschäftsführer ist vereinbart, dass sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. Und wenn er mal Geschäftsbesuch hat, dann kann er die Rutsche den Kunden gleich zeigen“, sagte Dahl. Tatsächlich wäre es sogar die erste Atlantics-Rutsche überhaupt in Döbeln.

Für die Außengastronomie will sich Karls etwas Besonderes einfallen lassen, nach Art der beliebten Streetfoodmärkte.
Für die Außengastronomie will sich Karls etwas Besonderes einfallen lassen, nach Art der beliebten Streetfoodmärkte. © PR/Karls
er Eingangsbereich noch mal aus der Froschperspektive. Karls will auf 2500 Quadratmetern Fläche Waren rund um die Erdbeere anbieten.
er Eingangsbereich noch mal aus der Froschperspektive. Karls will auf 2500 Quadratmetern Fläche Waren rund um die Erdbeere anbieten. © PR/Karls
Noch blüht der Raps auf dem Feld am Schnittpunkt von B 169 und A 14. Aber im kommenden Jahr soll hier Karls Erlebnisdorf gebaut werden.
Noch blüht der Raps auf dem Feld am Schnittpunkt von B 169 und A 14. Aber im kommenden Jahr soll hier Karls Erlebnisdorf gebaut werden. © Dietmar Thomas

Ein rundes Gebäude gleich neben dem Eingang sieht aus wie ein Futtersilo. Das soll die Anmeldung werden. Das geplante Familienhotel habe keine eigene Rezeption, sagte Dahl. „Das funktioniert super in Rövershagen.“

Die Gäste können ihre Zimmer über eine App öffnen. Das habe auch den Vorteil, dass sie in ihr Hotelzimmer können, wenn sie außerhalb der Öffnungszeiten anreisen.

Altholz oder Erdbeere?

Eigentlich wollte Karls in Döbeln die Idee von einem Themen-Hotel „Mieze Schindler“ umsetzen. Das würde zu Sachsen passen. Die bekannte Erdbeersorte hatte Otto Schindler in Pillnitz gezüchtet. „Das Hotel ‚Alles Paletti‘ in Rövershagen läuft aber so gut, dass wir das noch nicht entschieden haben. Die Leute fahren total darauf ab, und für das andere Konzept müssten wir viele Dinge neu erfinden“, sagte Dahl.

„Alles Paletti“ bezeichnet Karls als Upcycling-Hotel. Dort werden Dinge einer Zweitverwertung zugeführt. Die Gäste schlafen auf Euro-Paletten, sitzen auf Paletten-Couches vor Tischen aus Kabeltrommeln und ruhen auf der Terrasse im Mülltonnenstrandkorb.

Neue Idee für Außengastronomie

Für die Außengastronomie, so erzählte Dahl, will man sich bei Karls etwas Besonderes einfallen lassen. „Das wollen wir ganz neu denken“. Dabei orientiere man sich an den beliebten Streetfoodfestivals.

„Verschiedene Betreiber sollen ausgefallene Speisen anbieten, die man nicht an jeder Straßenecke bekommt. Wir haben uns in Kopenhagen einen Streetfoodmarkt angeschaut und könnten uns das für Döbeln vorstellen. Es geht auch um die Atmosphäre mit Lichterketten. Das haben wir woanders noch nicht. Ich denke, das wäre in Döbeln cool“, sagte Dahl.

„Wir haben ein gutes Gefühl beim Standort Döbeln“, sagte Dahl. Die Erwartungen will er zu Beginn nicht zu hoch ansetzen. „Wir haben mit 350.000 Besuchern im Jahr kalkuliert.“

Planung läuft auf Hochtouren

Und wann ist Eröffnung? Das hängt vom Baubeginn ab. Im Idealfall kann es 2022 losgehen. Die Stadt Döbeln arbeitet mit Hochdruck an einem Bebauungsplan. Der Stadtrat soll in der kommenden Woche den Vorentwurf absegnen. Im Frühjahr könnte Baurecht vorliegen. Allerdings ist parallel dazu noch die Anbindung des Freizeitparks an die A 14 und die B 169 zu klären. Wenn alles klappt, könnte Karls Erlebnis-Dorf Ende nächsten Jahres eröffnet werden.

Etwa ein halbes Jahr zuvor will der Betreiber anfangen, Personal einzustellen. Die Leute, die in den Manufakturen Marmelade kochen, Brot backen und Bonbons herstellen, werden etwa sechs Wochen in den Erlebnis-Dörfern in Elstal oder Rövers-hagen angelernt, sagte Dahl.

Karls-Laden in Döbeln?

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Vielleicht müssen die Sachsen gar nicht mehr so lange auf Karls berühmte Erdbeermarmelade warten. Dahl würde in Döbeln gern einen Laden mit den typischen Produkten von Karls eröffnen. „Ich habe mir schon zwei Läden am Obermarkt angeschaut“, sagte er.

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