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Wohngebiet Butterberg feiert 85-Jähriges

1936 sind die ersten 20 Häuser im Harthaer Wohngebiet gebaut worden. Nun zeigt sich ein Wandel: Die Bewohner werden immer jünger.

Das Harthaer Wohngebiet „Am Butterberg“ wird 85 Jahre alt. Viele Anwohner mögen vor allem die Aussicht auf die Stadt und die Kirche.
Das Harthaer Wohngebiet „Am Butterberg“ wird 85 Jahre alt. Viele Anwohner mögen vor allem die Aussicht auf die Stadt und die Kirche. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Hartha. „Wir sind wie ein idyllisches Dorf in der Stadt“, schwärmt Terry Heinert, der schon seit vielen Jahren am Butterberg in einem Haus mit Garten wohnt. „Die Nachbarschaft ist super, wir genießen hier alle Vorzüge, die Hartha so zu bieten hat.“ Hier werde Nachbarschaft noch groß geschrieben.

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Das kleine Wohngebiet unterhalb vom Pierburg-Gelände ist für viele der ideale Wohnplatz. Der Blick auf die Stadtkirche ist idyllisch, es gibt keinen fließenden Verkehr, da können sich auch die Kinder sicher bewegen. Vor gut 85 Jahren wurden hier die ersten 20 Häuser gebaut. Auf alten Fotos ist zu sehen, wie der Butterberg Stück für Stück gewachsen ist.

Begehrte Wohnanlage im Stadtgebiet Hartha

1937 konnten die meisten Familien ihr Heim am Butterberg erstmals beziehen. Diese boten allerhand Luxus, um den andere Harthaer die Anwohner beneideten. Dazu gehörte zum Beispiel ein kombinierter Kohle- und Elektroherd mit Backröhre. Ebenso zählte ein Tauchsieder zur Standardausstattung in den Küchen. Ein Privileg war auch die Stromausstattung mit zehn Ampere.

Schon bei vergangenen Jubiläen berichteten die Anwohner, dass in der Siedlung „immer Leben“ sei. Manche Familie hätten bis zu fünf Kinder gehabt. Heute ist es da etwas ruhiger in der Siedlung, in der am Wochenende das 85-jährige Bestehen intern gefeiert wird.

Dazu gibt es noch drei Jubilare, die ihren Geburtstag nachfeiern wollen und jede Menge Anwohner sowie Freunde, die dabei sind, sagt Terry Heinert. Dazu werden auf dem kleinen Parkplatz ein Zelt und ein Pavillon aufgebaut. Fast alle Nachbarn helfen hier mit: Einer grillt, der andere macht einen Salat. Es zeigt sich, am Butterberg lebt eine gut eingeschworene Gemeinschaft.

„Die Wohnlage hier ist begehrt. Die Nachbarn helfen sich, wo es geht, wir kennen uns gut und mögen uns“, erklärt Heinert, der ebenfalls Friedensrichter von Hartha ist. Erhalten hätten sich die Anwohner, auch nach dem Zuzug von bis dahin auswärts Wohnenden, ihre gute Nachbarschaft.

Feier mit Grillen und Gesprächen am Wochenende

Da komme es nicht nur im Sommer zum Plausch am Gartenzaun, sondern auch manche Freundschaft sei geschlossen worden. Freundschaften, die sich immer noch in gegenseitiger Hilfe ausdrücken, wie damals beim Bau der Häuser.

Das sei auch der Grund, warum immer mehr junge Familien an den Butterberg ziehen. Die jüngsten Bewohner sind fast zwei Jahre alt, die ältesten mehr als 8 Jahrzehnte älter. Generationenübergreifend verstehe man sich hier gut, auch die Enkel vom Friedensrichter wohnen am Butterberg.

Bei einem Spaziergang über den Butterberg kann man sowohl die Ruhe genießen, als auch den herrlichen Ausblick auf die Stadtkirche genießen. Wenn am Samstag ab 18 Uhr gefeiert wird, trifft sich der ganze Butterberg zu Gegrilltem und kühlen Bier. „Da kann geplaudert werden und Geburtstag gefeiert werden.

Ein 40., ein 60. und ein 70. Geburtstag stehen da auf dem Programm“, so Heinert. „Wir sind zwar eine geschlossene Veranstaltung, aber wenn jemand vorbei kommt, gibt es sicherlich auch für den ein oder anderen Gast ein Bier.“

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