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Kita-Betriebskosten in Waldheim gestiegen

Der Stadtrat hat die Abrechnung für 2020 bestätigt. Eine Erhöhung der Elternbeiträge steht wohl erneut an.

Die Betriebskostenabrechnung 2020 für die Waldheimer Kindertagesstätten liegt vor. Demnach müssten von den Eltern für einen Kindergartenplatz pro Monat fünf Euro mehr bezahlt werden.
Die Betriebskostenabrechnung 2020 für die Waldheimer Kindertagesstätten liegt vor. Demnach müssten von den Eltern für einen Kindergartenplatz pro Monat fünf Euro mehr bezahlt werden. © Dietmar Thomas

Waldheim. Ganz so hoch wie im vergangenen Jahr fällt die Erhöhung der Beiträge, die Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in den Waldheimer Kindertagesstätten zahlen, wohl nicht aus.

Dennoch hält die Stadtverwaltung eine Erhöhung der Elterbeiträge nach Berechnung der Betriebskosten, in die sämtliche Personal- und Sachkosten einfließen, für angezeigt. Demnach sollen die Beiträge pro Monat um zwölf Euro für die Kinderkrippe und um fünf Euro im Kindergarten sowie um jeweils drei Euro für die Sechs- beziehungsweise Fünf-Stunden-Betreuung im Hort steigen. Demnach würden die Kosten der Eltern in der Kinderkrippe auf 250, im Kindergarten auf 109 und im Hort auf 62 Euro monatlich steigen.

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Anpassung ist nicht erfreulich, aber erforderlich

Die Anpassung der Elternbeiträge sei nicht erfreulich, aber erforderlich, sagt Mandy Schützel vom Fachbereich Haupt- und Finanzverwaltung bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Sie begründet die Erhöhung mit den gestiegenen Betriebskosten in den Kindertagesstätten.

In die Berechnung der Betriebskosten fließen alle für den Betrieb der Einrichtungen tatsächlich angefallenen Personal- und Sachkosten ein. Die erhöhten Personalkosten resultieren unter anderem aus der Änderung des Personalschlüssels. Das heißt, in der Krippe darf eine Erzieherin, die Vollzeit arbeitet, fünf Kinder betreuen.

Pro Einrichtung sei zudem das so genannte Vollzeitäquivalent (VzÄ) um 0,3 bis 0,5 Punkte gestiegen, weil die Zeit für Vor- und Nachbereitung der Sozialpädagogen dazukomme. „Das sind in einem Jahr allein 50.000 Euro, die umgelegt werden müssen“, so Schützel.

Stadtrat entscheidet über weiteres Vorgehen

Für die erforderlichen Sachkosten wird das Verhältnis zwischen den angefallenen Personalkosten abzüglich der Personalkosten für Integration, Schulvorbereitung und zusätzliche Öffnungszeiten und den Sachkosten ermittelt. Mit diesem ermittelten prozentualen Anteil werden die Sachkosten je Platz und Monat berechnet.

Damit erhält man die zur Festsetzung der Elternbeiträge erforderlichen Personal- und Sachkosten und kann die Betriebskosten pro Platz ermitteln. Für einen Krippenplatz wurden so 1.249 Euro, für einen Kindergartenplatz 520 Euro, für einen Hortplatz 281 (sechs Stunden) beziehungsweise 234 Euro (bei fünfstündiger Betreuung) ermittelt. In Waldheim zahlen die Eltern einen prozentualen Anteil von 20 (Krippe), 22 (Kindergarten) und 23 (Hort) Prozent an den Betriebskosten.

Zunächst haben die Stadträte aber nur die Betriebskostenabrechnung sowie deren Bekanntmachung bestätigt. Ob die Erhöhung so kommt oder nicht, wird in einer weiteren Sitzung des Stadtrates entschieden.

Tobias Busch (CDU) fragte: „Gibt es Alternativen, um die Kosten zu deckeln, um die Belastung für die Eltern zu minimieren?“ Darauf antwortete Bürgermeister Steffen Ernst (FDP): „Beim Beschluss zum nächsten Doppelhaushalt muss der Stadtrat entscheiden, wie damit umgegangen wird.“

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