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Döbeln

Die Natur im Blick

In der Region gibt es drei neue Ausstellungen – mit Fotos, Öl-Bildern und Aquarellen. Eins ist bei allen gleich.

52 Fotos zeigt Matthias Löwe derzeit in seiner Ausstellung in Waldheim. Auf 47 davon sind Motive aus Waldheim zu sehen. Eins entstand an der Talsperre, und auf vier Fotos ist die Burg Kriebstein abgebildet.
52 Fotos zeigt Matthias Löwe derzeit in seiner Ausstellung in Waldheim. Auf 47 davon sind Motive aus Waldheim zu sehen. Eins entstand an der Talsperre, und auf vier Fotos ist die Burg Kriebstein abgebildet. © Dietmar Thomas

Waldheim/Leisnig. Manchmal fährt Matthias Löwe schon nachts um 2 Uhr los. Nur, um in der Sächsischen Schweiz die besondere Stimmung kurz vor Sonnenaufgang auf einem Foto festzuhalten.

„Da gehören auch Kekse und ein guter Kaffee dazu. Auf dem Heimweg bringe ich dann die Brötchen fürs Familienfrühstück mit“, erzählt der Waldheimer. Er nimmt sich Zeit und genießt die Ruhe beim Fotografieren. Das ist seinen Bildern auch anzusehen. 52 zeigt er in seiner ersten alleinigen Ausstellung in der Galerie an der Schlossstraße. Die Bilder sind in den vergangenen zehn Jahren entstanden und spiegeln auch die fotografische Entwicklung des Waldheimers wider.

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Während der Ausstellung läuft zusätzlich eine Dia-Projektion mit weiteren Fotos, die unterwegs entstanden sind. Die Bilder, die in der Galerie gezeigt werden, sind auch käuflich. Manche sind bereits gerahmt oder auf Leinwand gezogen.

Landschaften und Figuren in Öl

Gisela Neuenhagen stellt bereits zum dritten Mal in Waldheim aus. Diesmal in Bergmanns Hof. Sie ist in der Zschopaustadt aufgewachsen und wurde dort durch den Kunsterzieher und Reformpädagogen Arthur Pfeifer geprägt.

Sie hat Violine studiert, aber auch bei Martin Gebhardt Kunst- und Zeichenunterricht genommen. Vor Jahrzehnten verschlug es sie nach Potsdam. „Trotzdem habe ich immer den Kontakt nach Waldheim gehalten“, sagt die 76-Jährige. Besonders eng sei der zu Familie Schlesier, mit der sie auch den Nachlass von Artur Pfeifer aufgearbeitet habe.

Gisela Neuenhagen malt am liebsten Landschaften und Figuren. Ihre dritte Ausstellung in Waldheim gestaltet sie bei Albrecht Bergmann in Bergmanns Hof.
Gisela Neuenhagen malt am liebsten Landschaften und Figuren. Ihre dritte Ausstellung in Waldheim gestaltet sie bei Albrecht Bergmann in Bergmanns Hof. © Thomas Kube

Als zur Wende das größte brandenburgische Orchester abgewickelt wurde, „in dem ich ein Leben lang erste Geigerin war, habe ich mich ausschließlich aufs Zeichnen konzentriert“, so Gisela Neuenhagen. Landschaften und figürliche Motive mag sie am liebsten. „Dabei interessiert mich die Stimmung, nicht der Baum, der da steht“, beschreibt sie ihre Intuition. Dinge, die sie selbst erlebt hat, spielten bei den Ölbildern ebenfalls oft eine Rolle. Nur eins der 15 Motive zeigt einen Blick von Schönberg aus in Richtung Waldheim, die meisten anderen brandenburgische Landschaften. Auch ihre Bilder sind käuflich.

Waldheim hat sich nach ihrer Ansicht sehr positiv entwickelt. Der Lieblingsplatz von Gisela Neuenhagen ist aber auf der Burg Kriebstein. Die sei immer einen Ausflug wert. Vielleicht auch in diesem Herbst. Dann plant die Künstlerin einen Kurzurlaub in Waldheim.

Aquarelle, die Energie ausstrahlen

Ausschließlich die Natur und Landschaften bildet Claudia Werner aus dem erzgebirgischen Lugau ab. Wer sich beim Betrachten ihrer Arbeiten plötzlich energiegeladener fühlt, sollte sich nicht wundern. Die 38-Jährige hat besondere Fähigkeiten an sich entdeckt, spürt die Energie ihrer Umgebung und denkt, dass sie Energie auch in ihre Arbeiten „stecken“ und die an Betrachter weiterreichen kann.

Claudia Werner aus Lugau im Erzgebirge hat die Aquarellmalerei für sich entdeckt. Zum Erntedankfest am Wochenende malt die mediale Künstlerin im Kapitelsaal.
Claudia Werner aus Lugau im Erzgebirge hat die Aquarellmalerei für sich entdeckt. Zum Erntedankfest am Wochenende malt die mediale Künstlerin im Kapitelsaal. © Dietmar Thomas

Seit einer Erkrankung hört sie selbst mehr auf das, was aus ihrem Inneren kommt, erzählt sie. Als ihre Berufung sehe sie es mittlerweile an, anderen dabei zu helfen, den ihnen vorausbestimmten Weg zu finden.

Ein Lieblingsmotiv von Claudia Werner ist die Blumen des Lebens. Das Motiv ist so alt wie die Menschheit, und ein Teil davon findet sich auch als Logo ihres Ateliers „Aurablume“ wieder.

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