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Döbeln

Wieder Theater in Döbeln

Im Juli hat ein Stück für Kinder Premiere. Das Publikum soll draußen sitzen.

Die Mezzosopranistin Dimitra Kalaitzi-Tilikidou und der Perkussionist Michael Winkler sind die Protagonisten in dem Stück "Gold!".
Die Mezzosopranistin Dimitra Kalaitzi-Tilikidou und der Perkussionist Michael Winkler sind die Protagonisten in dem Stück "Gold!". © Dietmar Thomas

Döbeln. Viel geht derzeit nicht am Mittelsächsischen Theater. Aber zumindest das: In Döbeln gab es jetzt die Generalprobe für das Theaterstück „Gold!“ Und zwar drinnen und draußen.

Drinnen, da waren die Mezzosopranistin Dimitra Kalaitzi-Tilikidou und der Perkussionist Michael Winkler im TiB. Draußen, auf dem Platz vor den geöffneten Glastfenstern, hatte das Publikum Platz genommen. Die Regisseurin Sophia Pervilhac, Niki Liogka, die Musikalische Leiterin. Dazu Maskenbildner, Tontechniker. „Wir haben auch noch zwei Kinder herangeholt, die auf der Straße herumliefen“, sagte Christoph Nieder, Pressedramaturg des Theaters.

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Perkussion, Spiel und Gesang

Mehr als zwei Leute braucht es für die Geschichte nicht, die erzählt wird. Winkler steht mit einem goldenen Anzug hinter seinen Schlagzeugen. Er beginnt auf einen Xylofon zu spielen. Eine kleine Gestalt schläft an einem Baum, räkelt sich. Dimitra Kalaitzi-Tilikidou spielt in dem Stück den kleinen Jakob. Einen Fischersohn, der so arm ist, dass er mit Vater und Mutter unter den Wurzeln eines Baumes schläft.

Die Familie hat nichts. Jakob geht angeln und fängt einen Fisch. Der will dem Jungen einen Wunsch erfüllen, wenn er ihn freilässt. Jakob wünscht sich Schuhe. Aber damit ist es nicht getan.

Die Geschichte, die sich sich dann entspinnt, ist als das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ bekannt. Die Wünsche vermehren sich. Erst Schuhe für alle, dann ein Haus. Ein größeres Haus, ein Schloss. Das Theaterstück stellt die Frage, ob Reichtum auch wirklich glücklich machen kann.

Premiere im Juli

Die beiden Musiker ergänzen sich dabei auf der Bühne in sehr unterhaltsame Weise. Dimitra Kalaitzi-Tilikidou spielt und singt, für die Eltern in den Nebenrollen reichen Puppen. Winkler spricht den Fisch und begleitet die Handlung mit der ganzen Vielfältigkeit seiner Perkussionsinstrumente von der Pauke bis zu Klangstäben. Er lässt eine Brise säuseln oder das Meer aufbrausen. Mehr braucht es nicht für „Gold!“

Die erste Premiere für das Stück soll am 1. Juni auf dem Schlosshof in Freiberg sein. Wenn es möglich ist. Etwas besser sieht es für die Premiere in Döbeln aus. Die ist erst für 6. Juli geplant. Etwa 30 Zuschauer können auf dem Vorplatz mit dem nötigen Abstand untergebracht werden, sagte Nieder. „Die Theaterstraße wird dann gesperrt, damit es ruhiger ist.“

Bis August sind 26 Vorstellungen vorgesehen. Im Herbst will das Theater mit dem Stück auch in die Schulen gehen, wo es in den Sporthallen gezeigt werden kann, sagte Nieder.

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