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Mehr Bürgerservice im Leisniger Rathaus

Bürgerbüro und Meldeamt gibt es jetzt gleich zweimal. Dafür hat die Stadt Leisnig zwei neue Mitarbeiterinnen eingestellt. Nun folgen bauliche Änderungen.

Silvana Töpfer (links) und Diana Hamann sind die ersten, die Besucher im Rathaus begrüßen. Beide kümmern sich um Anliegen im Meld- und Gewerbeamt sowie im Bürgerbüro. Von diesen kombinierten Anlaufstellen gibt es jetzt zwei im Leisniger Rathaus.
Silvana Töpfer (links) und Diana Hamann sind die ersten, die Besucher im Rathaus begrüßen. Beide kümmern sich um Anliegen im Meld- und Gewerbeamt sowie im Bürgerbüro. Von diesen kombinierten Anlaufstellen gibt es jetzt zwei im Leisniger Rathaus. © Lars Halbauer

Leisnig. Wer im Rathaus etwas zu erledigen hat, ist meist froh, wenn er die mitunter unliebsame Bürokratie schnell über die Bühne bringt, sich nicht in einer Schlange Wartender einreihen muss. In diesem Sinne hat die Stadtverwaltung Leisnig jetzt einige Änderungen vorgenommen, die einem zügigen Abarbeiten von Anliegen entgegenkommen soll.

Bislang hat sich im Eingangsbereich rechts das Bürgerbüro befunden, links das Einwohnermeldeamt. Beide Aufgabenbereiche sind jetzt miteinander verschmolzen und werden in beiden Büros erledigt. Hinzu kommen noch Gewerbean-, -um- und -abmeldungen.

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Für die Bürger allerdings ist das noch nicht sichtbar. Sie reagieren teilweise verwundert – auch deshalb, weil eine neue Beschilderung der Amtszimmer noch aussteht. Das passiert allerdings erst dann, wenn die geplanten Umbauten abgeschlossen sind.

Mehr Raum auch wegen Corona

Diese erklärte Bauamtsleiter Thomas Schröder jetzt den Stadträten. Wie er veranschaulichte, sei es bislang vor allem vorm Einwohnermeldeamt dazu gekommen, dass sich viele Personen auf engstem Raum bewegen, weil der Vorraum verhältnismäßig kein ist. In der Pandemie seien diese Umstände besonders aufgefallen, weil die Personen auf den nur wenigen Quadratmetern Platz zwischen Rathauseingangs- und Zwischentür mitunter kaum Abstand halten konnten.

„Deshalb wollen wir die Mitteltür nach hinten versetzen“, sagte Schröder. Dies sei um ein Kreuzgewölbe-Feld möglich. Dann ende der Durchgangsbereich dort, wo jetzt die Treppe ins Obergeschoss führt. Viel mehr Spielraum für Veränderungen gibt es dem Amtsleiter zufolge nicht. Dies begründete er mit dem Denkmalschutz, unter dem das Rathaus steht.

Bitte mit Termin! - Corona-Praxis wird beibehalten

Der dadurch entstehende größere Eingangsbereich biete neue Möglichkeiten einer Bestuhlung für Wartende. Im Moment gibt es ein bis zwei Holzbänke und an der linken Wandseite noch einige Ständer für Formulare wie die Steuererklärung. Darauf soll in Zukunft verzichtet werden. Alternativ denkt die Verwaltung darüber nach, Informationen in platzsparenden Wandhalterungen anzubieten.

Im Moment sind die Bürger aus Gründen des Infektionsschutzes angehalten, sich in den Ämtern, vor allem den am häufigsten frequentierten Meldeamt, Termine zu besorgen. Das wollen die Mitarbeiterinnen so beibehalten, um auch in Zukunft längere Wartezeiten zu vermeiden.

Die erste Durchgangstür im Leisniger Rathaus soll ein Kreuzgewölbe-Feld nach hinten versetzt werden. Das soll Wartenden im Vorraum mehr Platz verschaffen.
Die erste Durchgangstür im Leisniger Rathaus soll ein Kreuzgewölbe-Feld nach hinten versetzt werden. Das soll Wartenden im Vorraum mehr Platz verschaffen. © Lars Halbauer

Den Stadträten haben sich Diana Hamann und Silvana Töpfer jetzt als die beiden neuen Ansprechpartnerinnen im kombinierten Melde- und Gewerbeamt sowie Bürgerbüro vorgestellt. Sie sind für Terminvereinbarungen, wenn ein neuer Ausweis beantragt werden muss oder Ummeldungen nötig sind, unter den Telefonnummern 034321 66622 sowie 66646 zu erreichen. Auch außerhalb der regulären Sprechzeiten vergeben sie Termine, wenn die Öffnungszeiten beispielsweise nicht mit Arbeitszeiten vereinbar sind.

Wann genau die Umbauarbeiten starten, sagte Thomas Schröder nicht. Von den Kosten her sei die Modernisierung aus seiner Sicht überschaubar. Verbunden werden soll das Versetzen der Holztür mit einem Renovieren des Eingangsbereiches. Dafür will die Kommune das eigene Malerteam einsetzen. „Seit kurz nach der Wende ist da nichts mehr passiert“, begründete der Amtsleiter die Notwendigkeit, frische Farbe an die Wände zu bringen.

Die nach hinten gerückte Zwischentür soll mit einer Klingel und einem elektrischen Türöffner ausgestattet werden, der auch von den Mitarbeitern in den Büros der oberen Etagen bedient werden kann. Damit will die Verwaltung sicherstellen, dass Besucher mit Termin auch außerhalb der Sprechzeiten in den Ämtern Dinge erledigen können.

Zur Person

  • Diana Hamann ist gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte. Nach ihrer Ausbildung hat sie unter anderem in der Rechtsabteilung einer Chemnitzer Firma gearbeitet und sich da berufsbegleitend zur Handelsfachwirtin qualifiziert. Nach der Elternzeit kehrte sie als Sekretärin der Grundschule Leisnig ins Berufsleben zurück, wechselte jetzt ins Rathaus. Diana Hamann ist verheiratet und hat ein Kind.
  • Silvana Töpfer hat bei der Stadt Oschatz Verwaltungsfachangestellte gelernt und zuletzt im Meldeamt der Stadt Dahlen gearbeitet. Als Leisnigerin habe sie sich auf die Stellenausschreibung der Stadt beworben und freue sich, nun auch am Wohnort arbeiten zu können, sagte sie den Stadträten bei ihrer Vorstellung.

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