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Das große Aufräumen nach "Ignatz"

Bis zum Freitag waren noch nicht alle Schäden beseitigt. Was passiert ist und wie weit die Aufräumarbeiten sind - hier die Zusammenfassung.

Von Heike Heisig & Jens Hoyer & Sylvia Jentzsch & Cathrin Reichelt & Elke Görlitz
 14 Min.
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Die Linie RB 110 Döbeln-Leipzig ist wegen Sturmschäden weiter gesperrt. Es gibt Busnotverkehr.
Die Linie RB 110 Döbeln-Leipzig ist wegen Sturmschäden weiter gesperrt. Es gibt Busnotverkehr. © SAE Sächsische Zeitung

Wetter in Mittelsachsen - das Wichtigste in Kürze:

15.42 Uhr: RB 110 fährt noch nicht wieder

Wie die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) informiert, sind die Sturmschäden auf der Strecke Döbeln-Leipzig noch nicht behoben. Ein Notverkehr per Bus ist eingerichtet. Der letzte Bus fuhr allerdings am frühen Nachmittag von Leipzig nach Döbeln. Über den aktuellen Stand informiert die MRB im Internet.

14.23 Uhr: Schäden auf Friedhof Hartha beseitigt

Der Sturm hatte am Donnerstag auch auf dem Harthaer Friedhof gewütet. Aus Sicherheitsgründen musste er geschlossen bleiben. Bereits am Freitagmorgen begannen die Aufräumarbeiten. Große Äste mussten abtransportiert werden. Nicht überall konnte das Laub gleich beräumt werden. Friedhofsverwalter Sebastian Markert und sein Team hatten bis in die Mittagsstunden die großen Sturmschäden beseitigt.

Leon Hombsch beseitigt Sturmschäden auf dem Friedhof. Auf dem gesamten Gelände sind mehrere große Äste abgebrochen.
Leon Hombsch beseitigt Sturmschäden auf dem Friedhof. Auf dem gesamten Gelände sind mehrere große Äste abgebrochen. © Lars Halbauer

13.05 Uhr: 140 Polizeieinsätze im Direktionsbereich Chemnitz-Erzgebirge

Eine erhöhte Zahl an Notrufen und zahlreichen Polizeieinsätzen erforderte Sturm "Ignatz" am Donnerstag. Wie die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge mitteilt, wurden 140 witterungsbedingte Sachverhalte bekannt und registriert. Der überwiegende Teil der im Zeitraum von etwa 8 Uhr bis etwa 16 Uhr statt. Auswirkungen und Einsatzmaßnahmen dauerten teils bis in die Nachtstunden an, heißt es in einer Mitteilung. Vereinzelt seien auch am Freitag noch Beeinträchtigungen, insbesondere Straßensperrungen, bis in die Mittagsstunden notwendig gewesen.

Ein konkreter örtlicher Schwerpunkt sei nicht zu erkennen gewesen, wobei im Landkreis Mittelsachsen etwas mehr Ereignisse mitgeteilt wurden als im Erzgebirgskreis und der Stadt Chemnitz.

Der überwiegende Teil der Mitteilungen bezog sich auf herabgefallene Äste, umgestürzte Bäume oder Verkehrsschilder, heruntergefallene Dachschindeln sowie beschädigte Stromleitungen und Ampelanlagen. Zudem kam es zu 15 witterungsbeeinflussten Verkehrsunfällen, bei denen nach dem derzeitigen Kenntnisstand drei Personen verletzt wurden.

11.52 Uhr: Goethestraße in Hartha wieder frei

Mitarbeiter des Bauhofes haben sich den Schaden am Dach des Hauses Nummer 13 an der Goethestraße angeschaut. Dafür war der Einsatz eines Hubsteigers notwendig. Festgestellt wurde, dass ein Abdeckblech von der Mauerkrone abgerissen und zwei bis drei Ziegel heruntergefallen waren. In der nächsten Woche soll ein Handwerker diese Schäden beseitigen. Die Vollsperrung der Goethestraße ist aufgehoben. Der Fußweg und die Parkplätze vor dem Haus abgesperrt.

Mit dem Hubsteiger untersuchten die Bauhofmitarbeiter die Schäden am Dach des alten Konsumgebäudes. Foto: Lars Halbauer
Mit dem Hubsteiger untersuchten die Bauhofmitarbeiter die Schäden am Dach des alten Konsumgebäudes. Foto: Lars Halbauer © Lars Halbauer

11.47 Uhr: Noch einige Mitnetz-Kunden ohne Strom

Im gesamten Bereich von Mitnetz hat es 280 Störungen durch den Sturm gegeben. „Überwiegend sind Bäume umgestürzt und dadurch Leitungen gerissen oder auf den Boden gefallen“, teilt Pressesprecher Steffen Buscher auf Anfrage von Sächsische.de mit.

In der Region Döbeln waren Haushalte in Hartha, Leisnig, Roßwein, Großweitzschen, Seifersdorf, Ostrau, Jahna und Goselitz betroffen. „Wir sind bei den Reparaturen, die können aber noch einige Tage dauern“, so Buscher. Vereinzelt müssten noch immer Kunden ohne Strom auskommen. Der werde aber voraussichtlich im Laufe des Freitag wieder zugeschaltet.

Beschädigte Stromleitungen gibt es nach Sturm "Ignatz" noch einige in der Region. Im Laufe des Tages sollen laut Mitnetz die Reparaturen abgeschlossen sein. (Symbolbild)
Beschädigte Stromleitungen gibt es nach Sturm "Ignatz" noch einige in der Region. Im Laufe des Tages sollen laut Mitnetz die Reparaturen abgeschlossen sein. (Symbolbild) © dpa

11.36 Uhr: Zum wiederholten Mal Schäden im Scheergrund

Die Leisniger Feuerwehrleute sind am Donnerstag zwischen 11 und 17 Uhr sowie dann noch einmal am Abend unterwegs gewesen, um Sturmschäden zu beseitigen, wie Wehrleiter Bernd Starke auf Anfrage sagte. Ab Mittag war eine sogenannte ortsfeste Befehlsstelle im Gerätehaus eingerichtete worden, über die die Helfer die Einsätze koordinierten und die Hilferufe abarbeiteten.

In den meisten Fällen mussten sie umgestürzte Bäume beseitigen – auch auf der Straße zur alten Schäferei im Scheergrund. Dort hat der Sturm auch Sachschaden angerichtet. Bäume aus dem umliegenden Waldgebiet waren in die Straßenbeleuchtung gestürzt. „Zum wiederholten Male“, wie Bernd Starke sagte.