merken
Leben und Stil

Was Sie bei einem Sturmschaden beachten sollten

Der erste Herbststurm hat vielerorts für abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume gesorgt. Welche Versicherung reguliert nun Schäden?

Kein Einzelfall: Ein größeres Gerüst ist durch den Sturm auf ein Gebäude gestürzt.
Kein Einzelfall: Ein größeres Gerüst ist durch den Sturm auf ein Gebäude gestürzt. © Andreas Rometsch/KS-Images.de/dpa

Düsseldorf/Hamburg. Sturmschäden an Gebäuden sind meist von Versicherungen gedeckt. Die Gebäudeversicherung bietet Schutz gegen Sturm und Hagel, Feuer und Leitungswasser, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sie übernimmt die Kosten für Schäden am Haus, wie etwa abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden am Haus durch umgefallene Bäume.

Die Gebäudeversicherung zahlt auch für Folgeschäden, wenn durch das vom Sturm beschädigte Dach oder kaputte Fenster, Regen eindringt und Wände oder Fußböden beschädigt werden. Wichtig: Entstandene Schäden sollten der Versicherung möglichst bald angezeigt werden, rät die Verbraucherzentrale.

PPS Medical Fitness GmbH
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness

Krankengymnastik, Bewegungsbad, physikalische Therapie, Lymphdrainage, Massagen, Outdoor-Training - PPS Medical Fitness ist für Ihre Unterstützung rundum aufgestellt.

Auch Hausrat ist versichert

Wurde Hausrat durch das Unwetter beschädigt, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung abgedeckt. Diese greift bei beschädigter Inneneinrichtung nur, wenn Fenster und Türen verschlossen waren. Für beschädigte Gartenmöbel wird in der Regel nur gezahlt, wenn sie während der Böen in einem Gebäude untergebracht waren und dies ebenfalls vom Wind beschädigt wurde.

Reguliert werden laut der Verbraucherzentrale auch Schäden an Antennen und Markisen, die einer Mietpartei gehören, außen am Gebäude angebracht sind und ausschließlich durch die Bewohnerinnen und Bewohner der versicherten Wohnung genutzt werden.

Sturm gilt ab Windstärke 8

Voraussetzung für die Leistung der Versicherung: Es muss sich um ein Sturmereignis gehandelt haben. Stürmisch ist es ab Windstärke 8. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 62 Stundenkilometern. Nach den Versicherungsbedingungen reicht es den Verbraucherschützern zufolge, wenn eine Wetterstation in der Nähe eine hohe Sturmstärke gemessen hat oder auch Häuser in der Nachbarschaft ebenfalls beschädigt wurden.

Weiterführende Artikel

Sturmböen in Sachsen - Schnee sorgt für Unfälle

Sturmböen in Sachsen - Schnee sorgt für Unfälle

Der DWD warnt vor Sturmböen in Sachsen. Im Erzgebirge sind sogar Orkanböen möglich. Schneeverwehungen sorgen für Unfälle. Alle Infos zur Wetterlage.

Im Schadenfall sollte die Versicherung unverzüglich informiert werden, rät der Bund der Versicherten. Zudem haben Versicherte eine Schadenminderungspflicht. So müssen etwa zerbrochene Fenster abgedichtet werden, damit der Schaden nicht größer wird. Außerdem sollten Betroffene die Schäden mit Fotos dokumentieren und eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände erstellen. (dpa)

Mehr zum Thema Leben und Stil