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Sachsenkreuz+ geht digital auf Ideensuche

Welche Vorhaben sind es wert, gefördert zu werden? Das will der Verein in den nächsten Tagen sondieren. Wer sich an virtuellen Workshops beteiligen kann.

Von Frank Korn
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Harthas Wirtschaftsförderin Nicole Salzbrenner und Bürgermeister Ronald Kunze öffnen das RollUp vom Sachsenkreuz+.
Harthas Wirtschaftsförderin Nicole Salzbrenner und Bürgermeister Ronald Kunze öffnen das RollUp vom Sachsenkreuz+. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Über das Leader-Programm sind in den vergangenen Jahren schon viele Projekte umgesetzt worden. Zuletzt wurden die besten Ideen für den Einsatz alternativer Baustoffe und Bauformen gekürt. Eine Jury hatte die Sanierung des Wohnhauses eines Vierseithofes und die Schaffung von zwei Mietwohnungen von Sophia Patzig aus Töpeln als das Projekt bewertet, das die Kriterien am besten erfüllt.

Auch für die nächsten Jahre sind wieder Ideen gefragt. „Dabei setzen wir darauf, dass diese Ideen von den Protagonisten selbst eingebracht werden“, sagte Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Er ist neuer Vorsitzender des Vereins Sachsenkreuz+.

Alle Interessenten sind deshalb eingeladen, mit ihren Ideen die Grundlage für künftige Projekte, Konzepte und Investitionen zu legen, die sie selbst umsetzen oder die für das Sachsenkreuz+-Gebiet wünschenswert sind. „Damit werden nach dem Leader-Prinzip der Basisorientierung die Weichen für die nächsten Fördermittel gestellt“, so Kunze.

Zwei Workshops geplant

Die Ideenfindung soll zunächst in zwei Online-Workshops passieren. Der erste Workshop am Montag, 6. Dezember, um 16 Uhr, widmet sich dem Tourismus und der Naherholung, der Wirtschaft und der Arbeit.

„Zu diesem sind ausdrücklich auch Teilnehmer aus Tourismus- und Heimatvereinen, Träger von Kultur- und Naherholungsangeboten sowie Unternehmer und Gründer mit ihrem lokalen Fachwissen eingeladen“, so Kunze. In dem Workshop solle es generell um Ideen und Angebote für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung in der Region gehen.

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Der zweite Workshop am Montag, 13. Dezember, um 18 Uhr, widmet sich der Natur und der Umwelt, der Bildung und dem Wissenstransfer. Dabei werden auch Teilnehmer aus Natur-, Umwelt- und Heimatvereinen, Bildungsanbieter und Kooperationsinteressenten aus Wissenschaft, Berufs- und schulischer Bildung mit ihrem lokalen Fachwissen erwartet. In dem Workshop soll es um Ideen und Angebote für den Schutz der Umwelt beziehungsweise die Stärkung der Bildungsangebote in der Region gehen.

Aktuelle Entscheidungen am 7. Dezember

Sachsens Leader-Regionen erhalten in der neuen Förderperiode von 2023 bis 2027 für Projekte der ländlichen Entwicklung insgesamt 207,2 Millionen Euro Fördergeld der Europäischen Union, die durch Landesmittel kofinanziert werden.

Für weitere Förderbereiche wie Ökolandbau, landwirtschaftliche Investitionen, Naturschutz oder Agrarumweltmaßnahmen stehen in dem genannten Zeitraum rund 360 Millionen Euro zur Verfügung. Für die beiden Übergangsjahre 2021 und 2022 stehen bereits zwei Jahresscheiben des mittelfristigen Finanzrahmens der EU zur Verfügung. Zusammen mit der Kofinanzierung aus Landesmitteln erhalten die Leader-Gebiete für diese beiden Jahre insgesamt rund 122 Millionen Euro.

Für die aktuelle Förderperiode steht noch eine Sitzung des Entscheidungsgremiums aus, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurde. „Diese Sitzung soll nun am 7. Dezember nachgeholt werden, eventuell als Onlineberatung“, sagte Ronald Kunze. Damit verschiebe sich auch die Einreichungsfrist der Förderanträge, die vom Gremium positiv beurteilt werden, auf den 7. März 2022.

Online-Workshops Sachsenkreuz+ am 6.. und 13. Dezember: Anmeldung bis zum 3. beziehungsweise 10. Dezember per E-Mail unter [email protected] Die Interessenten erhalten dann den Zugangslink zum gewünschten Online-Workshop.