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Thomas Kupper zurück in Döbeln

Der Fußball-Lehrer hat die Karriere als Trainer schon abgehakt. Doch dann meldet sich sein ehemaliger Verein.

Thomas Kupper (rechts) übernimmt das Amt des Trainers beim Döbelner SC.
Thomas Kupper (rechts) übernimmt das Amt des Trainers beim Döbelner SC. © Dirk Westphal/Archiv

Döbeln. Thomas Kupper ist neuer Trainer von Fußball-Kreisligist Döbelner SC. Er betreut die Mannschaft gemeinsam mit Uwe Zimmermann und Erik Hustig.

Am Freitagabend war Kupper der Mannschaft per Videokonferenz vorgestellt worden. „Die Resonanz der Spieler auf den neuen Trainer war positiv“, sagte DSC-Präsident Thomas Kolbe. Der Verein verspreche sich von dem Fußball-Lehrer, dass er die Mannschaft weiter entwickeln könne, so Kolbe. „Thomas Kupper hat auch Erfahrung bei der Ausbildung junger Spieler, er kennt alle Facetten des Fußballs. Davon wollen wir profitieren“, sagte der Präsident.

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Beide Seiten hätten sich nie aus den Augen verloren. „Wir haben geschaut, was Thomas macht, und er hat die Entwicklung des Vereins verfolgt“, so Kolbe. Als Kupper frei war, habe man den Kontakt gesucht. „Es war kein Schnellschuss. Wir haben Konzepte abgestimmt und festgestellt, dass da eine Menge passt“, betont der Vereinschef.

Anfrage aus Döbeln

Thomas Kupper bestätigt, dass die Gespräche gut verlaufen sind. Er arbeitet als Sportlehrer an der Evangelischen Werkschule in Naundorf. Von 2018 bis 2020 war Kupper als Trainer bei Landesligist Großenhainer FV aktiv, von dem er sich „in gegenseitigem Einvernehmen“ trennte. „Danach hatte ich nicht unbedingt wieder vor, als Trainer zu arbeiten“, gibt der 54-Jährige zu.

Doch nach der Anfrage aus Döbeln hat er es sich doch anders überlegt. Er werde keine Wunder vollbringen können. „Wenn sich Mannschaft und Trainer mit Wissbegierde aufeinander einlassen, kann man aber einiges bewegen“, so Kupper. Es brauche Zeit und eine Mannschaft, die sich weiterentwickeln will.

Fußballerisch ist Thomas Kupper in Riesa groß geworden, stand 1986 sechsmal im Aufgebot der BSG Stahl in der DDR-Oberliga. Auch in der zweithöchsten Klasse, der Liga, war er aktiv – bei Aktivist Schwarze Pumpe. Dann zog es ihn 1991 zu seinem ersten „Gastspiel“ nach Döbeln. Nicht nur als Spieler tat er sich hervor, auch als Stützpunkt- und Nachwuchscoach machte er sich einen Namen.

Traum erfüllt sich

Sehr bewegt ist seine bisherige Laufbahn als Trainer. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Fußball-Lehrer, saß beim Lehrgang in Köln unter anderem mit Thomas Häßler, Thorsten Fink, Oliver Reck auf der Schulbank – und mit Torsten Fröhling. Nach Trainerstationen in Riesa (SC/Stahl/Nachwuchsakademie) und Döbeln, wo er von 2103 bis 2015 die erste Männermannschaft betreute, wechselte Kupper 2015 zu Zweitligist TSV 1860 München und wurde dort Fröhlings Co-Trainer.

Damit erfüllte sich für ihn ein Traum. „Ich wollte als Trainer einmal im professionellen Bereich ankommen, und ich wollte mal durch einen Tunnel zum Wettkampf einlaufen. Den Traum kann mir dann niemand mehr nehmen und ich werde versuchen, ihn so lange wie möglich zu leben“, sagte Kupper damals zu seiner Berufung. Nach der Entlassung des Trainergespanns in München nahmen Fröhling/Kupper die Offerte bei Drittligist SV Wehen Wiesbaden an, die im Winter 2017 auslief. (mit thr)

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