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Sport

Handballer beginnen mit Corona-Tests

Die Vorbereitung auf die Saison stellt auch den HC Elbflorenz in Dresden vor andere Aufgaben. Ob es wie geplant losgeht, ist fraglich.

Mit Tiger-Maske fürs Mannschaftsfoto: Die Handballer des HC Elbflorenz mit der lustigen Idee zur neuen Situation. Am Freitag testen sie auch im Spiel.
Mit Tiger-Maske fürs Mannschaftsfoto: Die Handballer des HC Elbflorenz mit der lustigen Idee zur neuen Situation. Am Freitag testen sie auch im Spiel. © © by Matthias Rietschel

Dresden. Die Bilder sind im Kasten. Beim Shooting für das offizielle Mannschaftsfoto für die neue Saison zeigen sich die Handballer des HC Elbflorenz zeitgemäß ausgerüstet: mit Masken im Tiger-Look. Das gestreifte Raubtier ist das Maskottchen der Dresdner und das der amüsante Teil des Termins. Denn was am Rande zu besprechen ist, klingt alles andere als lustig. Zumindest kann Trainer Rico Göde nicht darüber lachen, dass nun auch der Saisonstart in der 2. Liga infrage gestellt werden könnte.

Der Anpfiff soll am 2. Oktober erfolgen, doch gerade hat die zweite Eishockey-Liga ihren Auftakt auf den 6. November verschoben. Müssen die Handballer nun ein ähnliches Szenario fürchten? Göde, sonst um keinen Spruch verlegen, zuckt nur mit den Schultern. „Befürchtung ist ein bedeutendes Wort. Irgendwann hat die 2. Handball-Bundesliga mal relativ lautstark erklärt: Wir spielen auf keinen Fall ohne Zuschauer. Jetzt sieht es danach aus, dass der Start im Oktober definitiv ohne Zuschauer über die Bühne gehen müsste oder wird.“

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Sofern der Start eben nicht verschoben werden muss, worüber zumindest diskutiert wird. „Ich hoffe, dass es nicht dazu kommt“, sagt Göde: „Der Sport steht aber derzeit gesellschaftlich hintendran. Wir müssen uns fügen. Fertig, aus.“ Fest steht, dass der HC Elbflorenz in einem Vorbereitungsspiel im September nicht nur die eigene sportliche Qualität überprüfen will, sondern dafür auch einen Testlauf mit Zuschauern plant.

Michael Schöne, Geschäftsstellenleiter des HC Elbflorenz, bestätigt zumindest, dass am Donnerstag ein inoffizielles Schreiben der Handball-Bundesliga an die Klubs gesandt wurde, ein Gesundheits- und Hygienekonzept rund um den Spielbetrieb der Liga. „Das sind 30 Seiten, allerdings noch im Entwurf-Status. Da geht es sehr intensiv um die Testung“, sagt Schöne. Darum, wie und in welcher Form wieder Zuschauer in die Handball-Arenen kommen dürfen, dreht sich der Entwurf jedoch weniger.

Spiele nur gegen Teams, die getestet sind

Der HC Elbflorenz weiß jetzt, dass er nur zu einem Testspiel antreten darf, wenn die gesamte Mannschaft und der Betreuerstab vorher auf das Coronavirus getestet wurden. „Wir dürfen auch nur gegen unterklassige Teams antreten, wenn die getestet sind – auch wenn das die Amateure nicht müssen“, sagt Schöne. Die Dresdner durchlaufen deshalb in dieser Woche zwei Covid-19-Tests, am Dienstag und Donnerstag, weil sie am Freitag ihre erste Partie seit dem Saisonabbruch im März bestreiten. Gödes Team tritt beim Erstligisten SC DHfK Leipzig an.

Danach wird der Verein regelmäßig einmal pro Woche testen, natürlich auf eigene Kosten. „Jeder Verein kümmert sich darum selbst“, bestätigt Schöne. Pro Testtag dürften bis zu 1.500 Euro notwendig sein. Der HC Elbflorenz arbeitet mit dem Labor im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt zusammen. Schöne geht derzeit davon aus, dass der Verein für den vermeintlichen Ligastart gemeinsam mit dem Hallenbetreiber der Ballsportarena ein Konzept mit Zuschauern beim städtischen Gesundheitsamt einreicht. „Es kann ja passieren, dass wir in Sachsen vor 1.000 Zuschauern spielen dürfen und in Bayern völlig ohne. Dieses Ungleichgewicht kann durchaus entstehen“, sagt Schöne. Ob sich die Vereine dann wie im Eishockey solidarisch verhalten, sei derzeit allenfalls ein Gedankenspiel von mehreren.

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Andere Tests sind positiv – und sollen das ausdrücklich sein: Die Überprüfung der Kraftwerte ergab keine erhebliche Verschlechterung, „aber da ist jetzt noch reichlich Luft nach oben“, sagt Göde dennoch. Ab Montag beginnt er mit dem handballspezifischen Training. Automatismen sollen sich einspielen – für welchen Starttermin der 2. Liga, scheint derzeit aber wieder fraglich zu sein.

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