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Alter Weg auf Carolabrücke verschwindet

Fast ein Jahr lang mussten Fußgänger und Radfahrer die Behelfspiste nutzen. Das sind die nächsten Schritte bei der Sanierung.

Abgefräst wird jetzt die Asphaltschicht auf der Carolabrücke, auf der fast ein Jahr lang der Behelfsweg war.
Abgefräst wird jetzt die Asphaltschicht auf der Carolabrücke, auf der fast ein Jahr lang der Behelfsweg war. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Dresden. Seit Mittwochvormittag haben Fußgänger und Radfahrer auf dem elbaufwärts liegenden Zug der Carolabrücke eine viel komfortablere Verbindung. Der neue Geh- und Radweg ist fertig. Mit seinen 4,25 Metern ist er deutlich breiter als zuvor. Vom Weg aus konnten die Passanten jetzt beobachten, wie die nächste Bauetappe beginnt. 

Der neue Geh- und Radweg auf der Carolabrücke ist jetzt viel breiter als vorher.
Der neue Geh- und Radweg auf der Carolabrücke ist jetzt viel breiter als vorher. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Gleich am Donnerstag war auf der Altstädter Brückenseite eine Asphaltfräse angerollt, die den Behelfsweg beseitigt, der seit dem Baubeginn im November 2019 genutzt wurde. Dabei handelt es sich um die linke Fahrspur in Richtung Neustadt. Bereits am Freitag waren die Bauleute von Hentschke Bau mit ihrer Asphaltfräse ein ganzes Stück voran gekommen. 

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Ist der alte Asphalt komplett weg, kann die Stahlbetonkappe auf dieser Seite des Brückenzuges beseitigt werden, um sie zu erneuern. Erst danach soll die neue Fahrbahn gebaut werden, auf die zwei Asphaltschichten kommen. 

Die Sanierung dieses Brückenzuges soll bis zum Frühjahr 2021 dauern. Dann kann der Verkehr auf der Carolabrücke wieder auf zwei Spuren in jede Fahrtrichtung rollen. Seit dem Sanierungsstart gibt es nur jeweils eine Spur auf dem mittleren Brückenzug.

Ist der komplette Asphalt abgefräst, soll die Stahlbetonkappe neben dem linken Fahrbahnrand abgebrochen werden, um sie später zu erneuern.
Ist der komplette Asphalt abgefräst, soll die Stahlbetonkappe neben dem linken Fahrbahnrand abgebrochen werden, um sie später zu erneuern. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Damit der Geh- und Radweg von 3,6 auf 4,25 Meter verbreitert werden konnte, wurde erstmals beim Großbrückenbau leichterer Carbon- beziehungsweise Basaltbeton eingesetzt Damit beschreitet die Stadt gemeinsam mit dem Institut für Massivbau der TU Dresden neue Wege. 

Über den eingehobenen Fertigteilen des Fußwegs ist zuerst eine Lage Stahlbewehrung eingebaut worden. Auf der Neustädter Seite hatten die Brückenbauer Basaltmatten verlegt. 

Die Sanierung des Bauwerks ist dringend nötig. Schließlich gibt es an der 1971 fertiggestellten Spannbetonbrücke erhebliche Schäden. 

Geplant ist, 2022 den mittleren Brückenzug zu sanieren. Die Stadt hofft dafür auf Fördermittel. Da die 2019 vom Freistaat nicht bestätigt wurden, muss die Stadt die jetzige, 5,5 Millionen Euro teure Sanierung komplett selbst bezahlen. Noch unklar ist, wann der dritte, elbabwärts liegende Teil der Carolabrücke mit der Straßenbahntrasse saniert wird.

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