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Zwei Hochhäuser für den Wiener Platz in Dresden

Weiteres Hochhaus am Dresdner Hauptbahnhof: Auch auf der Fläche, wo Sarrasani einst sein Zelt stehen hatte, soll gebaut werden. Was außerdem geplant ist.

Von Sandro Rahrisch
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Blick vom Pullman-Hotel in Richtung Bahndamm: Beim Bebauungsplan für den östlichen Wiener Platz hat sich die Stadtverwaltung am Entwurf des Hamburger Architektenbüros BOF orientiert.
Blick vom Pullman-Hotel in Richtung Bahndamm: Beim Bebauungsplan für den östlichen Wiener Platz hat sich die Stadtverwaltung am Entwurf des Hamburger Architektenbüros BOF orientiert. © Visualisierung: BOF Architekten

Dresden. Der Wiener Platz bekommt zwei Hochhäuser. Auf der Westseite zwischen Hauptbahnhof und Budapester Brücke soll ein 43 Meter hohes Gebäude entstehen und den Eingang zum neuen Busbahnhof bilden. Auf der anderen Seite der St. Petersburger Straße treibt die Stadtverwaltung nun ebenfalls Pläne für ein Hochhaus voran.

Am Bahndamm, wo sich aktuell ein Parkplatz befindet, soll ein 47 Meter hohes Gebäude entstehen. Aus Sicht der Verwaltung sei ein Hochpunkt an dieser Stelle unproblematisch. Er entspreche dem neuen Hochhausleitbild, sowohl höhenmäßig als auch in der Grundfläche. Um eine große Hochhausfläche, bestehend aus dem Pullman-Hotel und dem neuen Hochhaus, zu vermeiden, wenn man von der Südhöhe in die Altstadt blickt, sei die Höhe bereits um drei Meter reduziert worden, so das Stadtplanungsamt. Außerdem habe man den Standort um fünf Meter in Richtung Osten verschoben.

Derselbe Blick auf die derzeit noch unbebaute Fläche. Das ehemalige Siemens-Haus (links) ist inzwischen saniert worden.
Derselbe Blick auf die derzeit noch unbebaute Fläche. Das ehemalige Siemens-Haus (links) ist inzwischen saniert worden. © René Meinig

Das Hochhaus soll Teil eines ganzen Gebäude-Ensembles werden, das den östlichen Wiener Platz füllt. So sind drei neue Quartiere geplant. Am Bahndamm wird sich ein Gebäuderiegel an das Hochhaus anschließen. Die alte Bahndirektion an der Ausfahrt Wiener Tunnel soll saniert werden, so der Plan. Der Stadtrat hatte den Oberbürgermeister beauftragt, den Erhalt des denkmalgeschützten Treppenhauses zu prüfen. Die weitere Nutzung des Treppenhauses sei aufgrund der gespiegelten Grundrisssituation jedoch fragwürdig. Das Landesamt für Denkmalpflege habe dem Abriss zwar zugestimmt. Der Erhalt sei jedoch möglich.

Wann die Bebauung startet, ist unklar. Zunächst müssen die Stadträte dem Bebauungsplan-Entwurf zustimmen. Das wird frühestens im November passieren. Daran schließt sich ein Beteiligungsverfahren an. Ist der Bebauungsplan unter Dach und Fach, wird es einen Architektur- beziehungsweise Fassadenwettbewerb geben. Somit dürften noch einige Jahre vergehen, bis der östliche Wiener Platz nicht mehr brachliegt.