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„Opus Klassik“ für Dresdner Kammerchor

Der Nachfolge-Preis des „Echos“ geht an Anne-Sophie Mutter und Hans-Christoph Rademanns Team für 20 wunderbare Schütz-CDs.

Das Label Carus und der Dirigent Hans-Christoph Rademann mit seinem Dresdner Kammerchor (Foto) wurden für die „Editorische Leistung des Jahres“ ausgezeichnet.
Das Label Carus und der Dirigent Hans-Christoph Rademann mit seinem Dresdner Kammerchor (Foto) wurden für die „Editorische Leistung des Jahres“ ausgezeichnet. © Dresdner Kammerchor

Geigerin Anne-Sophie Mutter, Bariton Jonas Kaufmann und der Dresdner Kammerchor gehören zu den Gewinnern des diesjährigen „Opus Klassik“. Die Preisträger in 25 Kategorien sind von einer neunköpfigen Jury aus Vertretern von Plattenfirmen, Veranstaltern und Musikverlagen ausgewählt worden, informierte der Verein zur Förderung der Klassischen Musik als Auslobender. Die Verleihung am 18. Oktober im Konzerthaus Berlin strahlt das ZDF zeitversetzt aus.

Anne-Sophie Mutter gehört zu den Gewinnern des diesjährigen „Opus Klassik“.
Anne-Sophie Mutter gehört zu den Gewinnern des diesjährigen „Opus Klassik“. © Jörg Carstensen/dpa

Mutter wird als „Instrumentalistin des Jahres“ geehrt, Kaufmann für sein Album „Wien“ in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ sowie das Label Carus, der Dirigent Hans-Christoph Rademann mit seinem Dresdner Kammerchor für die „Editorische Leistung des Jahres“. Ausgezeichnet werden diese für die Einspielung der „Psalmen & Friedensmusiken“ von Heinrich Schütz, die 2019 als finales Volume 20 der ersten Gesamteinspielung des Komponisten erschienen ist. Die „Psalmen“-Einspielung vereint größtenteils unbekannte, dabei besonders klangprächtige Werke, die Schütz von 1618 bis 1648 für wichtige politische Anlässe schrieb. 

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Auch Bariton Jonas Kaufmann wurde mit dem Preis geehrt.
Auch Bariton Jonas Kaufmann wurde mit dem Preis geehrt. © Peter Kneffel/dpa

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Neben dieser Pracht sind auch intime Stücke zu hören, etwa ein ergreifendes Sololied, das Schütz auf den Tod seiner Frau Anna Magdalena schrieb und das erstmals mit allen, von ihm gedichteten Strophen zu hören ist. Rademann spricht von „wunderbaren Möglichkeiten, sich mit den vertonten Bibeltexten zu beschäftigen und das Hören dieses musikalischen Schatzes zu erlernen“. Teile dieser Musik erklingen beim an diesem Freitag startenden Musikfest Erzgebirge.

Der zum dritten Mal vergebene, undotierte Preis war nach der Abschaffung des skandalösen „Echos“ initiiert worden. 2019 gab es 450 Nominierte für den „Opus“.

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