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So lief das Vorsingen für den neuen Dresdner Bürgerchor ab

Dresdens Staatsoperette will einen neuen Bürgerchor aufbauen. Da offenbaren sich Talente und Fehlbesetzungen, wie man es bei Dieter Bohlen kennt.

Von Bernd Klempnow
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Nur scheinbare Distanz: Chordirektor Thomas Runge geht mit einer Teilnehmerin des Vorsingens am Montag die verschiedenen Stimmlagen durch.
Nur scheinbare Distanz: Chordirektor Thomas Runge geht mit einer Teilnehmerin des Vorsingens am Montag die verschiedenen Stimmlagen durch. © PR SO

Die 30-jährige Dresdnerin Sandra Franke weiß, wie man eine Jury bezirzt. Als sie am Montagabend den Probensaal der Staatsoperette Dresden betrat, stellte sie sich kurz vor und sagte mit Nachdruck: „Ich will aufs Show Boat!“ Dann stimmte sie das mitreißende „A Million Dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman“ an, um dann selbst zu merken: „Die hohen Töne kommen heute nicht so!“ Doch Intendantin Kathrin Kondaurow und ihr Team lächelten die junge Frau an. Chordirektor Thomas Runge gab ihr Noten aus dem Musical „Show Boat“, um „die hohen Töne mal abzutasten“. Einzeln und gemeinsam sangen sie eine Chorpassage aus dem Stück. „Sie fühlen sich in der Tiefe wohl“, so Runge, „geht doch, super!“

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