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Niemand sollte es ertragen müssen, rassistisch beschimpft zu werden

Von Cancel Culture bis Corona: Svenja Flaßpöhler lobt in ihrer Dresdner Rede den Eros der Erkenntnis-Lust und kommt nicht um den Krieg herum.

Von Oliver Reinhard
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Svenja Flaßpöhler hielt die dritte Dresdner Rede, eine gemeinsame Reihe des Dresdner Staatsschauspiels und der Sächsischen Zeitung.
Svenja Flaßpöhler hielt die dritte Dresdner Rede, eine gemeinsame Reihe des Dresdner Staatsschauspiels und der Sächsischen Zeitung. © www.loesel-photographie.de

Natürlich waren auch sie sofort wieder in ihren Stellungen: Jene, die schon unmittelbar nach Wladimir Putins Kriegserklärung an die Ukraine behaupteten, man hätte „das alles“ doch längst wissen können, so wie sie selbst „das alles“ längst gewusst hatten. Solche behaupteten Durchblickereien erstaunen viele, andere reagieren eher irritiert. „Ich glaube, es ist gar nicht möglich, jetzt schon etwas Kluges zu sagen über das, was dort passiert ist“, sagt Svenja Flaßpöhler gleich zu Beginn ihrer Dresdner Rede am Sonntag im Großen Haus des Staatsschauspiels. Und: Man müsse solche Momente des Erschreckens auch mal schweigend aushalten können.

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