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Dresdner Grünen-Büro beschmiert

Eine Farbattacke in der Neustadt richtet sich gegen einen Politiker. Auch eine Mauer am Landtag wurde beschmiert.

Die Polizei ermittelt gegen Farbschmierer.
Die Polizei ermittelt gegen Farbschmierer. © Archiv/Patrick Seeger/dpa

Dresden. In der Nacht zum Mittwoch haben Unbekannte das Wahlkreisbüro der Grünen am Bischofsplatz mit Farbe beschmiert. Die Täter warfen offenbar Behältnisse mit grüner und schwarzer Farbe, außerdem hinterließen sie einen Schriftzug auf dem Fußweg an der Ecke Rudolf-Leonhard-Straße/Bischofsplatz. "Rache für Danni!" haben sie auf den Boden geschrieben.

Stephan Kühn, der neue Dresdner Baubürgermeister, hatte dort sein Wahlkreisbüro als Bundestagsabgeordneter. Er ordnete den Angriff in einer Facebook-Nachricht ein. Es gehe um die Bundesautobahn 49, die durch den Dannenräder Wald (kurz Danni) führen soll. Das Bundesverkehrsministerium plant die Verbindung. Sie soll die hessischen Städte Gießen und Kassel besser miteinander verbinden. Die Verantwortung für den Bau trage der Bundesverkehrsminister, teilt Kühn mit, nicht der ehemalige verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, der er selbst bis zu seinem Wechsel in die Dresdner Stadtverwaltung war. 

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Die Ermittlungen gegen die Farbschmierer hat der Staatsschutz übernommen. Was die Beseitigung der Schmierereien kostet, steht noch nicht fest. (SZ/csp)

Stephan Kühn war Bundestagsabgeordneter der Grünen und ist jetzt Dresdner Baubürgermeister.
Stephan Kühn war Bundestagsabgeordneter der Grünen und ist jetzt Dresdner Baubürgermeister. © Archiv/Sven Ellger

Auch an einer Sandsteinmauer am Elberadweg unterhalb des Landtags haben Farbschmierer in der Nacht zum Mittwoch eine Botschaft angebracht. Sie schmierten "Nie wieder Sachsen 161" an die Mauer, wobei 161 als Kürzel für "Antifaschistische Aktion" gilt. Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) kommentierte das mit den Worten "Linksextremisten wollen unseren demokratischen Staat abschaffen. Sie sind gegen Sachsen und gegen Deutschland." Der Schriftzug war 30 Meter lang und zwei Meter hoch, teilte die Polizei mit. Rößler sorgte dafür, dass die Schmiererei noch am Mittwoch von einer Spezialfirma entfernt wird. (SZ/csp)

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