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Petition will Dresdner Straßenmusik ohne Verstärker

Seit Jahren tobt die Debatte um die Musik auf den Straßen und Plätzen. Nun beschweren sich erneut Anwohnende aus der Innenstadt.

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Ein Straßenmusiker spielt auf der Schloßstraße.
Ein Straßenmusiker spielt auf der Schloßstraße. © Sven Ellger (Archiv)

Dresden. Straßenmusik gehört zum Leben in einer Stadt dazu, vielen Dresdnerinnen und Dresdnern und Touristen gefällt das. Doch immer mal wieder gibt es Anwohnende, die sich gestört fühlen. Nun gibt es eine Petition, die ein Verstärkerverbot fordert. Der Stadtrat hatte 2022 Verstärker erlaubt. Es gilt aber die Lärmobergrenze von 80 Dezibel, vergleichbar mit einem lauten Streit.

Was steht konkret in der Petition?

Jeden Tag würden Musiker mit ihrer Ausrüstung von Spielstätte zu Spielstätte ziehen und "beschallen den ganzen Bereich von Hauptbahnhof bis Altmarktgalerie", so die Petition.

Für Anwohner und Angestellte in dem Bereich sei das eine "kontinuierliche Belästigung, gegen die sich niemand wehren darf", heißt es. Die Musik würde durch den ganzen Bereich schallen und auch geschlossene Fenster würden nicht helfen.
Die Petitenten fordern: "Verbietet wenigstens die Verstärker und kontrolliert die Einhaltung der Regeln!"

Wie viele Regelverstöße gibt es tatsächlich?

Laut Regeln müssen sich die Musiker anmelden und regelmäßig die Spielorte wechseln. Das Ordnungsamt kontrolliert, auch wenn im Winter nicht die Hauptsaison für Straßenmusik ist. Im Jahr 2022 seien im Außendienst 95 mündliche Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld im Zusammenhang mit Straßenmusik erteilt worden, so die Stadt. Sieben Verwarnungen mit Verwarnungsgeld wurden vor Ort ausgesprochen und insgesamt 210 Euro bar erhoben. Zudem wurden durch die Bußgeldbehörde zwei Verfahren mit Verwarngeldern in Höhe von 35 Euro und 55 Euro durchgeführt. Dieses Jahr gab es erst vier mündliche Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld erteilt. Die Bußgeldbehörde hat zudem ein Bußgeldverfahren eingeleitet.