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Trotz Impf-Angebot: Dresden sucht noch Wahlhelfer

Die Stadt hat mit einem besonderen Angebot Helfer für die Bundestagswahl gelockt. Weshalb sie trotzdem noch Unterstützung braucht und wie sie wirbt.

Dresdens Wahlleiter Lioba Buscher und Markus Blocher werben um Helfer für die Bundestagswahl im Herbst.
Dresdens Wahlleiter Lioba Buscher und Markus Blocher werben um Helfer für die Bundestagswahl im Herbst. © Marion Doering

Dresden. Damit die Bundestagswahl im September abgesichert werden kann, braucht Dresden rund 4.500 freiwillige Helfer, sagt Markus Blocher. Er leitet das Bürgeramt der Stadt und ist Dresdens Kreiswahlleiter. Als Anreiz hatte die Stadt den Freiwilligen vor einer Weile auch Corona-Impfungen angeboten. Wie viele das bisher genutzt haben und weshalb Blocher nicht glaubt, dass diese wieder abspringen.

Wie viele Dresdner haben das Impf-Angebot angenommen?

Wer eine Impfung gegen das Virus für einen Einsatz als Wahlhelfer anbietet, könnte durchaus befürchten, dass die dann Geimpften wieder abspringen. "Wir haben das aber anders gemacht als andere Kommunen", erklärt Blocher.

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"Wir haben diejenigen angeschrieben, die sich bereits als Wahlhelfer registrieren lassen haben und ihnen ein Impfangebot gemacht. Deshalb denke ich nicht, dass es zu vielen Absagen kommen wird." Insgesamt 600 Personen haben dieses Angebot angenommen.

Wie viele Wahlhelfer fehlen jetzt noch?

Dresden steht gut da, was die Zahl der freiwilligen Helfer anbetrifft. Denn 4.350 ist die Zahl, die Blocher nennt. Gemeldet hätten sich noch einige mehr, aber nicht alle sind dazu berechtigt. Wer Wahlhelfer werden will, muss mindestens seit drei Monaten in Dresden gemeldet, über 18 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Diese Kriterien hätten nicht alle erfüllt.

"Uns fehlen noch etwa 250 erfahrene Wahlhelfer, die eine Leitungsposition übernehmen wollen", so Blocher. Das heißt Wahlleiter, Schriftführer und jeweils Stellvertreter dafür für die 558 Wahlbezirke. Vor allem für die Auszählung der Briefwahl fehlen noch rund 200 Personen.

Wie will Dresden weitere Helfer gewinnen?

Dresden startet jetzt eine Plakataktion mit dem Titel "Einer muss es ja machen". 250 solcher Plakate werden nun in Dresden ausgehängt - auch in der weiblichen Variante "Eine muss es ja machen", mit den Kontaktdaten, wo sich Freiwillige melden können.

Dazu wurden vier Postkartenmotive entworfen, von denen nun 6.000 in den Bürgerbüros ausgelegt und verteilt werden. Die Aktion kostet die Stadt rund 4.600 Euro.

Blocher weist auf eine Besonderheit hin. "Wir bereiten uns darauf vor, dass diese Wahl unter Pandemie-Bedingungen durchgeführt werden kann." Erneute Einschränkungen seien nicht auszuschließen.

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Deshalb und weil der Anteil der Briefwähler in Dresden stetig gestiegen ist, hat Dresden deutlich mehr Platz für die Auszählung der Briefwahl geschaffen. Diese wird in zwei Dresdner Schulen durchgeführt, bisher war es eine. "Wir haben bei der Landtagswahl 2019 festgestellt, dass es ziemlich eng ist", so Lioba Buscher, Dresdens Statistik-Chefin und stellvertretende Wahlleiterin. Deshalb werden nun zwei statt bisher drei Wahlbezirke in einem Raum ausgezählt. So können auch besser Corona-Abstände gewahrt werden.

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