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Dresden

Pläne für Brücken, Wege und einen Bach in Dresden

Es geht nicht nur um praktische Verbesserungen am Geberbach. Dabei sollen die Dresdner mitreden.

Eine Idee für das Blaue Band: eine Brücke wie diese.
Eine Idee für das Blaue Band: eine Brücke wie diese. © Visualisierung: Ingenieurgesellschaft Bonk + Herrm

Dresden. Neue Wege gleich neben dem Bach, sogar eine neue Brücke - solche Ideen gibt es aktuell für den Geberbach im Dresdner Südosten. Er soll im Rahmen des Projekts "Blaues Band Geberbach" renaturiert werden und zugleich am Bachverlauf ein "Band" mit Erholungsstätten entstehen. Ab sofort können die Dresdner mitreden und die Vorschläge dafür diskutieren.

Erste Vorschläge bis zum Jahresende

Das Umweltamt der Stadt informiert im Internet über mögliche Varianten für die Planung der Gewässerverbindung und der Radwegeführung in diesem Projekt. Es seien zum Beispiel verschiedene Ansätze für eine Gewässer- und Radwegführung im Bereich der Rennbahn, für die Gestaltung der Kreuzung Salzburger/Pirnaer Landstraße oder für die Führung des Geberbaches im Altelbarm von der Salzburger Straße bis zur Elbe angedacht, teilt die Stadtverwaltung mit.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) geht davon aus, dass bis zum Jahresende die ersten Variantenüberlegungen in der Stadtverwaltung und im Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft vorgestellt werden können. Diese Vorschläge sollen Anfang 2022 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dabei sei es besonders wichtig, die Gewässer- und Radwegplanung mit den vielen Betroffenen und Interessierten zu diskutieren.

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Die Wege am Bach entlang sollen eine neue Aufenthaltsqualität haben.
Die Wege am Bach entlang sollen eine neue Aufenthaltsqualität haben. © Visualisierung: Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Bachverlauf wird sich ändern

Bereits 2018 wurde das Vorhaben gestartet. Kernstück ist den Plänen zufolge ein neuer und renaturierter Gewässerlauf des Geberbachs mit umgebendem Grünzug und einem begleitenden Weg für alle, die zu Fuß gehen oder das Rad nutzen. Aufenthaltsbereiche auf der gesamten Strecke von der Mügelner Straße bis zur Mündung des Bachs in die Elbe sollen künftig zum Verweilen, Entdecken und Spielen einladen.

Dazu gehören auch die bereits neu errichteten Spielplätze im Dorfkern Altdobritz und an der Tauernstraße.

Weitere Ziele: Regenwasser soll künftig besser abfließen, auch nach Starkregen, und der Hochwasserschutz soll besser werden. In den Anlagen und Biotopen des Blauen Bandes sollen sich Insekten und Fische ansiedeln, Biber und Fischotter sind erwünscht, Wanderkorridore für Amphibien vorgesehen.

Blaues Band betrifft nicht nur den Bach

Parallel dazu verspricht sich die Stadt Impulse für die weitere Entwicklung beiderseits des Geberbachs. So sei seine Umverlegung etwa Auslöser, um zum Beispiel Lösungen für die künftige Entwässerung angrenzender Stadtteile zu finden. Außerdem gehört zu den Plänen, dass der Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Salzburger/Pirnaer Landstraße entschärft und das Umsteigen an der DVB-Haltestelle Lassallestraße vereinfacht wird. Als Voraussetzung für den Standort einer Rettungswache zwischen Mügelner Straße und S-Bahnlinie wird die Hochwasserfreiheit ermöglicht. Und im Bereich des Altelbarms könne die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes endlich Fahrt aufnehmen, so die Stadtverwaltung.

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Ende 2022 soll dem Stadtrat ein Variantenvorschlag vorgelegt werden. Stimmt der Rat zu, sollen die Vorbereitungen weitergehen, bis schließlich - voraussichtlich 2028 - die Bauarbeiten beginnen sollen.

Alle Informationen zu den aktuellen Plänen können im Internet unter www.dresden.de/blauesband studiert werden.

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