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Linke: Kipping will Dresdner Direktmandat holen

Katja Kipping und Silvio Lang wollen die Dresdner Direktmandate bei der Bundestagswahl gewinnen. Auch die SPD hat ihre Kandidaten aufgestellt.

Katja Kipping will das Direktmandat im Wahlkreis 159 holen - und damit auch vermeiden, dass es der AfD zufällt.
Katja Kipping will das Direktmandat im Wahlkreis 159 holen - und damit auch vermeiden, dass es der AfD zufällt. © Uwe Schaarschmidt

Dresden. Katja Kipping und Silvio Lang bewerben sich in Dresden um die Direktmandate für die Bundestagswahl am 26. September. Das teilt ihre Partei Die Linke mit. Kipping kämpft im Wahlkreis 159 um das Direktmandat, Lang im Wahlkreis 160. Er setzte sich mit 49 zu 43 Stimmen gegen Jonas Leuwer durch.

"Ich freue mich, dass mit Katja Kipping und Silvio Lang zwei wahlkampferprobte Politiker der Dresdner Linken im Bundestagswahlkampf ein Gesicht geben", sagte Anne Holowenko, Vorsitzende des Stadtverbandes, nach dem Abschluss der Kreiswahlversammlungen am Samstag.

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Silvio Lang kämpft um das Direktmandat im Wahlkreis 160.
Silvio Lang kämpft um das Direktmandat im Wahlkreis 160. © René Plaul

Co-Vorsitzender Jens Matthis erklärte, die Linke habe eine besondere Verantwortung dafür, dass auch 2021 die beiden Dresdner Wahlkreise nicht an die AfD fielen. "Mit Katja Kipping und Silvio Lang hat sie Personen nominiert, die weit über das Spektrum der Partei hinaus für viele Wählerinnen und Wähler als linke Alternative wählbar sind."

Auf den Kreiswahlversammlungen wurden außerdem 22 Parteimitglieder als Vertreterinnen bzw. Vertreter für die Landesvertreter*innenkonferenz gewählt, die am 24. April in der Messe Dresden stattfinden und dort die sächsische Landesliste der Linken wählen wird.

Auch die Mitgliedervollversammlung der SPD Dresden hat am Samstag die Kandidaten für die Bundestagswahl in den Wahlkreisen 159 und 160 aufgestellt. Gewählt wurden Rasha Nasr (Wahlkreis 159) und Stephan Schumann (Wahlkreis 160). Die Versammlung fand im Freien statt, auf der Nordtribüne des Heinz-Steyer-Stadions.

Die Mitgliedervollversammlung der SPD Dresden fand auf der Nordtribüne des Heinz-Steyer-Stadions statt.
Die Mitgliedervollversammlung der SPD Dresden fand auf der Nordtribüne des Heinz-Steyer-Stadions statt. © Stefan Kraft

Zuvor gab es Kritik an der Form des Treffens, ein Mitglied sprach von einer "bedenklichen Präsenzveranstaltung in Zeiten, in denen die Infektionszahlen wieder steigen" und kritisierte den "Quasiausschluss von Risikogruppen, Familien, da auch keine Kinderbetreuung möglich ist, und Mitgliedern, die das Infektionsrisiko meiden, weil sie nahe Angehörige pflegen".

Dresdens SPD-Chef Albrecht Pallas hatte daraufhin erklärt, digitale Versammlungen mit anschließender Briefwahl seinen rechtsunsicher, da bundesweit bisher kaum erprobt. "Damit besteht eine erhöhte Gefahr von Anfechtungen." Deshalb habe man sich im Vorstand für die Variante im Stadion entschieden - mit einem strengen Hygienekonzept, das auch mit dem Gesundheitsamt abgestimmt sei.

"Jetzt geht es richtig los"

Sowohl Rasha Nasr als auch Stephan Schumann hatten jeweils einen Gegenkandidaten. Nasr erklärte zu ihrer Motivation, ihr sei besonders wichtig, dass gleichwertige Arbeit auch endlich gleich bezahlt werde. "Dass wir Strukturen schaffen, die dafür sorgen, dass alle alles werden können, und nicht Glück darüber entscheidet, wer welchen Weg gehen darf. Und es geht darum, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen wollen."

Rasha Nasr wurde für den Wahlkreis 159 aufgestellt.
Rasha Nasr wurde für den Wahlkreis 159 aufgestellt. © Stefan Kraft

Stephan Schumann zeigte sich "überwältigt von dem Zuspruch der Dresdner Genossinnen und Genossen", er habe "großen Respekt vor dieser großen Herausforderung", aber freue sich auf den Wahlkampf. "Jetzt geht es richtig los." Es gehe um nichts Geringeres als ein gerechtes Steuersystem, bezahlbaren Wohnraum und eine offene Gesellschaft. "Dafür müssen wir jetzt hart arbeiten."

Stephan Schumann ist Kandidat für den Wahlkreis 160.
Stephan Schumann ist Kandidat für den Wahlkreis 160. © Stefan Kraft

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Albrecht Pallas nannte die anstehende Bundestagswahl die wichtigste seit Jahrzehnten. Seine Partei sei vielfältig aufgestellt. "Mit Stephan Schumann und Rasha Nasr gehen zwei motivierte und kompetente Menschen für die SPD Dresden an den Start", so Pallas. Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz habe gezeigt, dass progressive Mehrheiten seien. "Wir werden aus Dresden heraus alles dafür geben, dass wir auch bei der Bundestagswahl unseren Beitrag leisten, Deutschland mit visionären Ideen weiter nach vorne zu bringen." (mit SZ/awe)

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