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Einlaufkurve für die deutschen Fußballerinnen in der Semperoper

Sport trifft Kultur. Vor der Neuauflage des EM-Halbfinals gegen Frankreich schauen die Nationalspielerinnen hinter die Kulissen der Semperoper - und wollen unbedingt wiederkommen.

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Der Abstecher in die Semperoper war lange geplant und ein großer Wunsch von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (rechts), die sich hier auf dem Balkon der Oper mit Sachsens Innenminister Armin Schuster unterhält.
Der Abstecher in die Semperoper war lange geplant und ein großer Wunsch von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (rechts), die sich hier auf dem Balkon der Oper mit Sachsens Innenminister Armin Schuster unterhält. © dpa/Robert Michael

Dresden. Egal wie das Spiel am Freitag gegen Frankreich endet, die deutschen Fußballerinnen wollen unbedingt wieder nach Dresden kommen – in die Semperoper. „Die Aufführung am Dienstagabend war leider schon ausverkauft“, sagt Abwehrchefin Kathrin Hendrich tags darauf, und ihr ehrliches Bedauern ist deutlich herauszuhören.

Die Führung durch das Haus verbunden mit dem Blick hinter die Kulissen inklusive Orchesterprobe und Erwärmung des Ballettensembles fürs Abendprogramm hat bei den Nationalspielerinnen offenkundig Eindruck gemacht, wie auch Kapitänin Alexandra Popp betont: „Das war sehr beeindruckend zu hören, wie es früher ausgesehen hat, zum Teil ja noch moderner, wie das mit dem Wiederaufbau lief und wie jetzt alles funktioniert.“

Sichtlich begeistert ist auch Hermann Winkler, Sachsens Fußballchef sowie DFB-Vizepräsident. Und das nicht nur wegen des Nationaltrikots mit der Rückennummer 10, das er von den Vize-Europameisterinnen erhalten hat. „Wir sind stolz, dass die Europameisterinnen der Herzen bei uns zu Gast sind und sozusagen als Einlaufkurve die Semperoper besuchen. Und wir haben gesehen: Auch Ballett ist Hochleistungssport“, sagt Winkler. Sport und Kultur, meint er, das gehöre zusammen. Bestätigt auch Bundestrainerin. Es gebe so viele Synergien des Fußballs zum Theater, dem Orchester oder eben einer Ballettaufführung, betont Martina Voss-Tecklenburg.

Den Semperoper-Besuch habe sie sich vergangenes Jahr gewünscht, als die Nationalmannschaft schon einmal in Dresden trainierte, die Spiele aber in Cottbus und Chemnitz stattfanden. „Wir wollen immer auch Neues kennenlernen und den Horizont erweitern, erst recht in einer kulturell besonderen Stadt wie Dresden. Das war megaschön, dass es uns möglich gemacht wurde, hier eine Führung zu bekommen“, so Voss-Tecklenburg.

Die nächste Führung für ihre Mannschaft, und damit geht’s zurück zum Fußball, soll es nun Freitagabend im Rudolf-Harbig-Stadion geben – bei der Neuauflage des EM-Halbfinals gegen die Französinnen. Anstoß ist um 20.30 Uhr, und das Stadion ist fast ausverkauft.