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HC Elbflorenz beschenkt sich mit Heimsieg

Die Zweitliga-Handballer aus Dresden setzen sich mit dem sechsten Saisonsieg in der oberen Tabellenhälfte fest. Trotzdem gibt es nur einen Tag Pause.

Vize-Kapitän Sebastian Greß führte für den HC Elbflorenz wieder klug Regie.
Vize-Kapitän Sebastian Greß führte für den HC Elbflorenz wieder klug Regie. © ronaldbonss.com

Dresden. Am Mittwochabend hat der HC Elbflorenz in der heimischen Ballsportarena den sechsten Saisonsieg in der 2. Handball-Bundesliga gefeiert. Nach dem souverän herausgespielten 29:23-Erfolg (15:7) gegen Aufsteiger Wilhelmshavener HV setzen sich die Sachsen mit 13:11 Punkten im oberen Mittelfeld fest.

Allerdings ist der Kantersieg des HC Elbflorenz mit Vorsicht zu genießen. Beim Aufsteiger sitzt Geschäftsführer und Hauptsponsor Maik Menninga wegen Verdachts auf Anlagebetrug in Untersuchungshaft. Daraus sind auch finanzielle Turbulenzen für den Klub entstanden. Einige Leistungsträger - darunter Kapitän Tobias Schwolow - haben den Klub während der ohnehin chaotischen Spielzeit verlassen.

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Wilhelmshaven hat Insolvenz angemeldet und bereits eine Folge-GmbH gegründet. Eine Ausnahmeregelung in der "Corona-Saison" macht möglich, dass Wilhelmshaven nicht wegen Verstoßes der Lizenzauflagen absteigen muss, wenn das Team sportlich den Klassenerhalt schafft. Vier Punkte werden den Norddeutschen am Saisonende abgezogen. Unter dem sportlichen Aderlass hat natürlich auch die sportliche Klasse gelitten.

Weihnachtsgefühle? "Das gibt das Jahr nicht her"

Dennoch agierten die Dresdner fast über die gesamte Spielzeit beeindruckend konzentriert gegen den vermeintlich angeschlagenen Kontrahenten. Torhüter Max Mohs ragte mit acht Paraden heraus. Als treffsicherste Schützen zeichneten sich Nils Gugisch (7), Nils Kretschmer (5/3 Siebenmeter), Jonas Thümmler (4) und Sebastian Greß (4) aus.

Am 24. Dezember gibt Trainer Rico Göde seiner Mannschaft trainingsfrei, allerdings steht früh noch eine normale und von der Handball-Bundesliga vorgeschriebene Corona-Testung an. Am ersten Weihnachtsfeiertag steht allerdings wieder Training an, da Dresden am 26. Dezember in Ferndorf antreten und am 30. Dezember daheim gegen Eisenach das letzte Spiel des Jahres bestreiten muss.

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"Die Weihnachtsgans am 25. ist jetzt nicht der Plan, aber das wissen die Jungs. Ich werde das trotzdem noch mal erwähnen", sagte Göde schmunzelnd. "Ich fühle mich ohnehin nicht weihnachtlich, das Jahr gibt es einfach nicht her", bestätigt Kreisläufer Phillip Jungemann.

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