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Hoyerswerda

Ein Erlebnis für Fußball-Fans in Lauta

Den „Old Boys“ des FSV Lauta gelang gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg ein Ehrentreffer.

Am Sonntag war eine Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg auf dem Lautaer Sportplatz zu Gast, wo sie auf die „Old Boys“ (in schwarzer Spielkleidung) des FSV Lauta trafen.
Am Sonntag war eine Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg auf dem Lautaer Sportplatz zu Gast, wo sie auf die „Old Boys“ (in schwarzer Spielkleidung) des FSV Lauta trafen. © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Lauta. Über ein Jahr lang hatte sich Martin Koppein, der Präsident des FSV Lauta, um das Zustandekommen eines Spiels der Lautaer „Old Boys“ gegen das Traditionsteam des 1. FC Magdeburg bemüht. Corona hatte die Begegnung lange Zeit verhindert. Aber am Sonntag konnte die Begegnung nun doch noch stattfinden. Vor dem Anpfiff gab es den offiziellen Fototermin beider Mannschaften. Dann war es soweit. Der Einmarsch der Mannschaften erfolgte unter dem Jubel der etwa 300 Zuschauer mit ausreichendem Corona-Abstand. Die Kapitäne tauschten ihre Ehrengeschenke aus. Der 84 Jahre alte langjährige Schiedsrichter Klaus Wiegel aus Hoyerswerda brachte den Spielball und vollzog den Ehrenanpfiff. Nach dem offiziellen Anpfiff sahen die Zuschauer eine torreiche Begegnung. Die alten Haudegen des 1. FC Magdeburg sind zwar nicht mehr so schnell wie früher, aber sie zeigten, dass sie die Technik noch komplett beherrschen und nicht vergessen haben, was sie in der DDR-Zeit früher mal gelernt haben. Der älteste unter ihnen ist Wolfgang „Paule“ Seguin, der in wenigen Tagen seinen 75. Geburtstag feiern wird. Auch die anderen Mitglieder der Mannschaft sind älter geworden, aber alle sind heute noch dem Fußball treu. Leider konnte Oberliga-Rekordtorschütze Joachim Streich nicht in Lauta anreisen, da er erkrankt ist.

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Dauerregen begleitete die Partie auf dem Lautaer Platz von der ersten bis zur letzten Minute. Die Begegnung endet 1:11. Den Ehrentreffer für die „Old Boys“ erzielte Sebastian Beck zum 1:2 in der 20. Minute. Zur Halbzeit stand es bereits 1:5.

Kapitän der Traditionsmannschaft war „Paule“ Seguin. Er spielte von 1963 bis 1981 beim 1. FC Magdeburg und wurde mit dem Verein sechsmal FDGB-Pokalsieger, dreimal DDR-Meister und einmal Europacupsieger. Bei der Olympiade 1972 in München gewann er mit der DDR-Auswahl Bronze. 1974 nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft teil. „Wir halten uns fit, indem wir uns bewegen. Jeden Montag treffen wir uns zum Training“, erzählte er. „Wir fahren so 18- bis 20-mal zu Traditionsfreundschaftsspielen. Zusätzlich nehmen wir an zahlreichen Hallenturnieren teil.“ Axel Tyll wurde dreimal DDR-Meister, dreimal Pokalsieger und einmal Europapokalsieger mit dem 1. FC Magdeburg. Er erinnert sich gern an die Zeit in der 1. Meisterschaft. „Weil ich da im entscheidenden Spiel gegen Vorwärts Frankfurt das 1:0 gemacht habe und wir das erste Mal DDR-Meister wurden.“ Und Jürgen Brennecke merkte an: „Ich kann nur den Hut ziehen vor der Gastfreundschaft des FSV Lauta und danke besonders Martin Koppein, der alles organisiert hat.“

Hier die Torfolge: 0:1 Stephan Schulz (5.); 0:2 Alex Siemke (7.); 1:2 Sebastian Beck (20.); 1:3 Damian Halata (31.); 1:4 Alex Siemke (39.); 1:5 Eigentor (42.); 1:6 Stephan Schulz (60.); 1:7 Carsten Beyer (67.); 1:8 Timm Kreiblich (69.); 1:9 Alex Siemke (76.); 1:10 Stephan Schulz (77.); 1:11 Damian Halata (80.)

Ehe die Partie angepfiffen wurde, tauschten die Kapitäne beider Mannschaften, Wolfang „Paule“ Seguin (kleines Bild link) für Magdeburg und Kai Jakubitz für die Lautaraner, wie üblich bei Fußballspielen, kleine Erinnerungsstücke aus.
Ehe die Partie angepfiffen wurde, tauschten die Kapitäne beider Mannschaften, Wolfang „Paule“ Seguin (kleines Bild link) für Magdeburg und Kai Jakubitz für die Lautaraner, wie üblich bei Fußballspielen, kleine Erinnerungsstücke aus. © Foto: Werner Müller

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