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Essen, trinken und Pinguine gucken

Am Sonnabend wird das Pinguin Café im Zoo wiedereröffnet. Das freut auch die ehemalige Betreiberin.

© Sven Ellger

Von Alexander Buchmann

Der Name ist noch der alte, aber sonst ist alles neu. Am Sonnabend öffnet das Pinguin Café nach zweieinhalb Jahren wieder seine Türen für die Zoobesucher. Die Türen sind dabei genauso neu wie das ganze Gebäude, das innerhalb eines Jahres an die Stelle des alten im östlichen Teil des Geländes gebaut worden ist. Bereits am Mittwoch wurde die bevorstehende Eröffnung gefeiert. Daran hat mit Uta Vogt ein ganz besonderer Gast teilgenommen. Immerhin hat die 72-Jährige das Café bis Oktober 2015 gemeinsam mit einer Freundin 24 Jahre lang betrieben.

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„Das ist ein ganz besonderer Bau. Schön, modern und lichtdurchflutet“, sagt Vogt, die nach der Eröffnung wieder öfter an die Stelle ihrer ehemaligen Arbeitsstätte zurückkehren will. Die ist seit März 2017 für 1,2 Millionen Euro neu gebaut worden und bietet im Inneren Platz für 80 Gäste, im Außenbereich sogar für 200. Den Renner auf der Speisekarte von Uta Vogt, Spaghetti mit Tomatensoße und Käse, werden diese in abgewandelter Form als Pasta Napoli auch weiter im Pinguin Café finden. Ansonsten liege der Fokus auf einem ordentlichen Sortiment an Eisbechern, Torten und Kaffeespezialitäten, sagt Jeffrey Pötzsch von der Elbezeit GmbH. Die betreibt seit 2016 die Afrika Lodge und nun auch das Pinguin Café. Auf die neue Karte haben es auch Gerichte wie Flammkuchen geschafft. Da die Küche flexibel sei, könne das Angebot aber auch umgestellt und an die Wünsche der Gäste angepasst werden.

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Auf der vergrößerten Terrasse können die Zoo-Besucher nun auch die Pinguine besser beobachten. Deren Anlage liegt unmittelbar neben dem Café und gibt ihm seinen Namen. Und nicht nur den. So sei die schwarz-weiße Farbgebung des Gebäudes an die Pinguine angelehnt, sagt Grit Ullrich vom Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner. Außerdem war der Lebensraum der Tiere gestalterisches Vorbild für das Café. Das weiße Dach mit dem großen Überhang stellt eine Eisscholle dar, die von Felsen getragen wird. Es erinnert auch an das alte Gebäude, das in Einzelteilen im Lapidarium der Stadt eingelagert wurde. „Hier hat nicht jemand ein Gebäude hingesetzt, das überall stehen könnte, sondern eines, das gut in den Zoo eingebaut ist“, sagt der Erste Bürgermeister Detlef Sittel .

Uta Vogt wünscht dem Café viel Erfolg. „Die Pächter werden nun jeden Tag nach dem Wetter schauen“, sagt sie und lacht.