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Kreisfußballecke SOE: Zwei Teams schreiben Pokalgeschichte

Die Finalisten im Kreiswettbewerb stehen fest. Für einen Verein erfüllt sich dabei ein ganz besonderer Traum. Und in der Kreisoberliga gibt es einen neuen Spitzenreiter.

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Die Pirnaer bejubeln ihren Siegtreffer in der 90. Minute gegen Kreischa.
Die Pirnaer bejubeln ihren Siegtreffer in der 90. Minute gegen Kreischa. © STEFFEN MANIG

Von Falk Rösler

Pirna/Seifersdorf/Freital. Der Kreisfußball hat am Ostersonnabend wieder einmal eindrucksvoll seine große Anziehungskraft bei den Sportbegeisterten in der Region unter Beweis gestellt. Das größte Interesse gehörte mit jeweils über 200 zahlenden Besuchern den beiden K.o.-Duellen im Pokalwettbewerb.

Dabei wurde sowohl in Seifersdorf als auch in Pirna Pokalgeschichte geschrieben, denn noch nie in der Verbandshistorie schafften zwei unterklassige Mannschaften den Finaleinzug. Für die Seifersdorfer erfüllt sich mit dem 3:0-Sieg über den alten Rivalen aus Graupa, der in dieser Saison erstmals in der Kreisoberliga kickt, damit auch der Traum vom „Finale Daheeme“ auf dem heimischen Waldsportplatz am Pfingstsonnabend.

Sieger-Trainer kann Glück kaum fassen

Sportlich ist die Geschichte des ersten Pokalhalbfinales schnell erzählt. Graupa verbuchte deutlich mehr Ballbesitz, strahlte aber kaum Torgefahr aus. Die Gastgeber lauerten abwartend und kämpferisch stark agierend auf ihren Lucky Punch. Und der folgte in der 76. Minute per Kopfball durch Valentin Herlt nach Flanke Christoph Löbberts. Die Gegenoffensive der Gäste brachte nichts ein – ganz im Gegenteil, per Strafstoß sowie dem dritten Treffer durch Daniel Ehrlich machte der A-Kreisligist in der Nachspielzeit „den Sack zu“.

Graupas-Trainer Steffen Schönlebe gratulierte Seifersdorf fair „zum verdienten Sieg. Uns fehlte die Torgefahr, und so kannst du leider nicht gewinnen“. Sieger-Coach Ronny Herrmann konnte sein Glück kaum fassen. „Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet. Wahnsinn was alle beim TSV heute geleistet haben“.

Verdiente Glückseligkeit herrschte nach Abpfiff auch beim zweiten Finalisten aus der Kreisliga A – der Pirnaer FC-Reserve. Diese rang in einem engen Spiel Kreisoberligist Kreischa nieder. Den entscheidenden Treffer, nachdem die Gäste zweimal eine Pirnaer Führung egalisieren konnten, schoss der kurz zuvor eingewechselte Erik Hoffmann in der 90. Minute.

Freitals Dritte Mannschaft rückt an Liga-Spitze

Für FC-Trainer Andreas Meister basiert der Erfolg „auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung und sehr guter Effektivität im Abschluss“. Kreischas Trainer Tony Kießling blieb nur die „Gratulation an die stark besetzte Pirnaer-Elf“, er merkte aber auch an, dass „wir dagegen derzeit personell auf dem Zahnfleisch gehen und leider wieder in der Schlussminute das finale Gegentor hinnehmen mussten.“

In keinem Finale, aber dafür an der Kreisoberliga-Tabellenspitze steht derweil die Dritte Mannschaft des SC Freital nach dem 1:0-Sieg im Nachholspiel gegen Bannewitz. Der SCF führt die Liga nun mit 38 Zählern an, gefolgt vom SSV Langburkersdorf (37) und Chemie Dohna (36).