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Gesundheit

Lärmempfindlichkeit ist therapierbar

Die Hyperakusis ist eine Verarbeitungsstörung im Gehirn - inzwischen gibt es eine wirksame Behandlung für das Leiden.

Geräuschempfindlichkeit lässt sich therapieren. Betroffene müssen aber zuerst ihre irrationale Angst um ihr Gehör verlieren. © iStock_SIphotography/Wort & Bild Verlag/Apotheken

Rund eine Million Deutsche leiden unter der sogenannten Hyperakusis - Geräuschempfindlichkeit. Die meisten Betroffenen nehmen generell alles deutlich lauter und unangenehmer war als Menschen mit normalem Gehör. 

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

"Hyperakusis ist sozusagen eine Verarbeitungsstörung im Gehirn. Vergleichbar mit einer Verstärkeranlage im Gehör", sagt HNO-Arzt Professor Gerhard Goebel von der Schön-Klinik Roseneck in Prien, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Das setzt manchmal einen Teufelskreis in Gang: Wer alles zu laut hört, hat Angst, das Gehör könne Schaden nehmen. Viele Betroffene vermeiden jede Art von Geräuschen und wollen sich schützen - indem sie sich zurückziehen und Watte, Stöpsel oder einen professionellen Gehörschutz nutzen, um ihr Ohr abzuschirmen. Doch auf diese Weise nimmt die Geräuschempfindlichkeit nur weiter zu.

"Es ist wie ein akustisches Abhärten"

Mittlerweile gibt es eine wirksame Behandlung. Findet sich kein medizinischer Grund für das Gehörproblem, wird der Patient zunächst aufgeklärt. Er muss die irrationale Angst verlieren, dass sein Innenohr Schaden nimmt. Vielen hilft das schon. Ziel ist auch eine Entwöhnung von Ohrstöpseln und Co. "Doch nicht jeder Patient schafft das allein. Man muss sich schrittweise wieder an eine normale Geräuschkulisse gewöhnen", erklärt Professor Gerhard Hesse von der Tinnitus-Klinik in Bad Arolsen. "Es ist wie ein akustisches Abhärten." In seinem Institut kümmern sich Hör- oder Audiotherapeuten gemeinsam mit Psychotherapeuten um die Betroffenen. (ots)

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