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WHO Europa: Affenpocken-Ausbreitung bei Feiern und Festivals

Die Zeit der großen Festivals und der Partys beginnt - und damit steigen sexuelle Aktivitäten. Dadurch könnten sich die Affenpocken weiter ausbreiten.

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Das Foto vom Institute of Tropical Medicine Antwerp zeigt Hautsymptome eines Affenpocken-Patienten. Durch steigende sexuelle Aktivitäten bei Feiern und Festivals droht die Ausbreitung der Erkrankung.
Das Foto vom Institute of Tropical Medicine Antwerp zeigt Hautsymptome eines Affenpocken-Patienten. Durch steigende sexuelle Aktivitäten bei Feiern und Festivals droht die Ausbreitung der Erkrankung. © Institute of Tropical Medicine, Antwerp/dpa

Kopenhagen. Das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Affenpocken bei bevorstehenden Festivals und großen Partys. "Das Potenzial für eine weitere Übertragung in Europa und anderswo im Sommer ist hoch", heißt es in einer Erklärung des WHO-Regionaldirektors für Europa, Hans Henri Kluge. Festivals und Feiern in den kommenden Monaten böten aber auch die Möglichkeit, um bei jungen, sexuell aktiven und mobilen Menschen das Bewusstsein für die Krankheit zu steigern und das Schutzverhalten zu stärken.

Untersuchungen zu den bisherigen Fällen lassen Kluge zufolge darauf schließen, dass der Ausbruch in der Region bereits Mitte April im Gang gewesen sei. Es handle sich um den größten und geografisch am weitesten verbreiteten Affenpocken-Ausbruch, über den jemals außerhalb der Endemiegebiete in West- und Zentralafrika berichtet worden sei.

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Im Zusammenhang mit der Aufhebung von Corona-Maßnahmen, die Reisen und Großveranstaltungen eingeschränkt hatten, sei es zu einer schnellen, verstärkten Übertragung gekommen. Auch wenn viele bisherige Fälle mit sexuellen Aktivitäten in Verbindungen stünden, dürfe man nicht vergessen, dass das Virus jeden treffen könne.

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Da das Virus sich nicht auf den gleichen Wegen wie Sars-CoV-2 verbreite, seien nach derzeitigen Erkenntnissen keine so umfassenden Maßnahmen auf Bevölkerungsebene wie bei Corona nötig, so Kluge. "Aber - und das ist wichtig - wir wissen noch nicht, ob wir seine Ausbreitung vollständig eindämmen können", hieß es. Um dies zu schaffen, müssten Ansteckungen etwa durch klare Kommunikation, Isolierung von Infizierten und effektive Kontaktnachverfolgung reduziert werden. (dpa)

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