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Bundespolizei findet weitere Flüchtlinge und Schleuser

Insgesamt 48 Migranten haben die Beamten entdeckt. Zudem ist mittlerweile mehr über den Vorfall mit dem Transporter an der Jakobstraße in Görlitz bekannt.

Die Flüchtlinge im Transporter litten unter Atemnot, als die Bundespolizisten die Tür öffneten.
Die Flüchtlinge im Transporter litten unter Atemnot, als die Bundespolizisten die Tür öffneten. © SZ-Archiv/Danilo Dittrich

Die Bundespolizei Ludwigsdorf hat am Dienstag insgesamt 48 Flüchtlinge gefunden, wie Pressesprecher Michael Engler informiert. Bei den Aufgegriffenen handelt es sich um 28 Staatsangehörige aus dem Irak, zwölf aus Jemen, sechs aus Syrien und zwei aus der Türkei. In gleichem Zusammenhang gelang es, einen polnischen und zwei ukrainische Schleuser festzunehmen.

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Dem polnischen Beschuldigten und einem der ukrainischen Beschuldigten wird das Einschleusen der Jemeniten vorgeworfen.

In dem polnischen Transporter, den die Beamten am Dienstag gestoppt waren, wurden laut Engler insgesamt 27 Personen eingeschleust. Am Vortag hatte die Bundespolizei Pirna auf Nachfrage gegenüber der SZ noch von 25 gesprochen. Jedenfalls war der Schleuser, der dort am Steuer saß, laut Engler ein 23-jähriger Ukrainer.

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Die Kinder, Frauen und Männer im Frachtraum seien "zum Teil dehydriert" gewesen und litten an Atemnot, als die Beamten die Fahrzeugtür öffneten. Weil sich deren Gesundheitszustand aber sehr schnell stabilisierte, sei der Einsatz des Rettungsdienstes nicht notwendig gewesen. Als sich die Beamten das Schleuserfahrzeug genauer ansahen, stellten sie fest, dass sich der Frachtraum nicht von innen öffnen ließ. Dafür verantwortlich waren bewusste Manipulationen an der Tür. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz hat am Mittwochnachmittag der Ermittlungsrichter am Görlitzer Amtsgericht Untersuchungshaft gegen den 23-Jährigen angeordnet.

Damit liegt die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die seit August im Bereich Ludwigsdorf aufgetaucht sind, nach Zählungen der SZ bei insgesamt 681. (SZ)

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