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Einer der ausgebüxten Affen eingefangen

Er wurde am Freitag mit einer Banane ins Auto gelockt und ist nun im Tierpark Görlitz. Bei dem Affen-Besitzer lebten auch Löwen und Pumas.

Einer der zwei ausgebüxten Affen konnte am Sonnabend wieder eingefangen werden.
Einer der zwei ausgebüxten Affen konnte am Sonnabend wieder eingefangen werden. ©  privat

Einer der beiden im Löbauer Ortsteil Georgewitz ausgebüxten Rhesus-Affen konnte am Freitag eingefangen werden. Die zwei Tiere waren dem privaten Besitzer Klaus Frindt entwischt. Sie lebten offenbar erst kurze Zeit bei ihm. "Ich habe die vor 14 Tagen aus Kassel bekommen", sagt er der SZ am Telefon und auch, dass er die Tiere von jemandem privat gekauft habe.

Sichtmeldungen zu den beiden Ausreißern bekam die Polizei dann tagelang aus den Orten Georgewitz, Bellwitz, Rosenhain und Sohland am Rotstein. Da waren die Äffchen auf Dächern, in Gärten und in einem Maisfeld gesehen worden.

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Ins Auto wurde der Affe mit Bananen gelockt.
Ins Auto wurde der Affe mit Bananen gelockt. © privat

Kurz vor dem Wochenende gelang es Einwohnern in Georgewitz, eins der Tiere mit Bananen in ihr Auto zu locken. Sie hatten es zuvor nach Angaben von Tierarzt Thomas Bauz anfüttern und auf diese Weise anlocken können. Freitag Nachmittag bekam der Vierkirchener Veterinärmediziner dann den Anruf, dass der Rhesus-Affe im Fahrzeug sitzt und abgeholt werden kann.

Von einem Tierarzt wurde der Affe beim Einfangen betäubt.
Von einem Tierarzt wurde der Affe beim Einfangen betäubt. © privat

Gemeinsam mit dem Görlitzer Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer machte er sich auf den Weg. Das Äffchen wurde mit einem Blasrohr betäubt und in einer Transportbox zum Görlitzer Tierpark gebracht. Im Tierpark leben aktuell acht Rhesus-Affen. Der kleine Vierbeiner aus der Nähe von Löbau ist aktuell nicht in der Görlitzer Affengruppe untergekommen. "Sondern in Quarantäne. Es geht ihm gut", erzählt der Tierparkchef. Ob er wieder zu seinem Besitzer zurückkommt, scheint derzeit nicht festzustehen. Denn: "Das Veterinäramt ordnete an, den Affen tierschutzgerecht unterzubringen - bis zur weiteren Klärung", sagt Sven Hammer.

Rhesus-Affe Nummer Zwei ist allerdings weiterhin unterwegs – offenbar in der Sohländer Region, wie Thomas Bauz sagt. Es soll weitere Versuche geben, das Tier einzufangen.

Am Sonnabendnachmittag wusste Rhesus-Affen-Besitzer Klaus Frindt noch nicht, dass ein Ausreißer im Tierpark gelandet ist. Er will, so sagt er der SZ, seine Affen wieder bei sich aufnehmen. Ein etwa 15 Meter langes und 2,5 Meter hohes ausbruchsicheres Gehege wolle der Affen-Besitzer ihnen bauen, wie er sagt. Insgesamt leben vier Affen bei ihm. Seine beiden älteren Rhesus-Affen habe er aus einem Zoo, den anderen von einem Wanderzirkus, der ihn loswerden wollte", sagt er.

Nicht die einzigen exotischen Tiere: Bis vor fünf Jahren soll ein Löwe bei ihm gelebt haben, der im Alter von 50 Jahren gestorben sei. So berichtet das Klaus Frindt. Die beiden Pumas, die im 1993 geschlossenen Tierpark auf dem Löbauer Berg lebten, seien damals bei ihm untergekommen, als dieser kleine Zoo schloss. Da habe es bei ihm Nachwuchs gegeben, ebenso bei den Löwen – angeblich bis zu zweimal im Jahr.

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Aber, wo sind diese Jungtiere hingekommen? "Die habe ich an Zoos und Privatleute weggegeben", sagt Klaus Frindt. Ebenso seien früher Paviane in seinem Besitz gewesen. Auch Lamas und Strauße lebten bei ihm schon. Die seien altersbedingt gestorben. Nun hat Klaus Frindt nach eigenen Angaben neben den Affen noch Hühner, Enten und Ponys.

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