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Elternvertretung ohne Position zu Gymi-Schließung

Während die Diskussion um die Schließung des Augustum-Annen-Gymnasiums in Görlitz nicht abebbt, hüllt sich der Elternrat in Schweigen.

Von Gabriela Lachnit
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Der Schulteil Augustum des Augustum-Annen-Gymnasiums in Görlitz.
Der Schulteil Augustum des Augustum-Annen-Gymnasiums in Görlitz. © Archiv

Bis zum Beginn der zweiwöchigen Herbstferien am 18. Oktober ist das Augustum-Annen-Gymnasium geschlossen. Anlass für diese Entscheidung von Sachsens Kultusministerium war das Corona-Infektionsgeschehen an diesem Gymnasium in der vergangenen Woche.

Zuvor waren ungeimpfte Kinder der Klassenstufen elf und zwölf nach Hause geschickt worden, ohne dass geklärt war, wie sie den Schulstoff vermittelt bekommen. Das hatte Eltern auf die Palme gebracht, sodass sie bei der Schulleitung am Donnerstagvormittag vorsprachen, um eine Ungleichbehandlung ihrer Kinder allein wegen des Impfstatus zu verhindern. Am Nachmittag wurde die Schule vom Ministerium geschlossen.

Seither gibt es heftige Diskussionen einiger Eltern bei Facebook, die der Schulverwaltung Versagen vorwerfen, aber auch die Gefahren durch das Coronavirus herunterspielen. Auch bei der wöchentlichen Demonstration am vergangenen Montag in Görlitz spielte das Thema eine große Rolle. Während die Schüler, außer Klasse 12, nun bis zum Ferienbeginn online beschult werden, ebbt die Diskussion zur Schulschließung in vielen Familien und in einigen Foren nicht ab.

Gar keine Meinung dagegen hat der Elternrat des Augustum-Annen-Gymnasiums - weder zur Schulschließung noch zu den Diskussionen dazu. Auf SZ-Nachfrage verweigerte Silke Wünsche, Vorsitzende des Elternrates dieses Gymnasiums, jede Auskunft zur Positionierung des Elternrates und verweist stattdessen auf die Pressestelle der Stadt Görlitz. Die freilich kann nicht für die Eltern des Gymnasiums sprechen.

Die Annenschule, Teil des Augustum-Annen- Gymnasiums in Görlitz.
Die Annenschule, Teil des Augustum-Annen- Gymnasiums in Görlitz. © SAE Sächsische Zeitung