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Riesenerfolg ermutigt Betreiber des Weinberghauses

Auftakt gelungen, jetzt gibt es neue Angebote: Christian Schulz bringt wieder Leben ins frühere Görlitzer Ausflugslokal. Für SZ-Leser gibt es Freikarten.

Zur Neueröffnung am vorigen Freitag war der Biergarten am Weinberghaus gut besucht.
Zur Neueröffnung am vorigen Freitag war der Biergarten am Weinberghaus gut besucht. © Martin Schneider

War das ein Andrang! Tage danach ist Christian Schulz immer noch begeistert, wie viele Görlitzer zur Eröffnung des Biergartens am Weinberghaus kamen, den er seit vorigem Freitag betreibt. „Es war super, wie offen die Görlitzer das Ganze angenommen haben“, sagt der Berliner: „Ich durfte mit so vielen Menschen sprechen, die mir ihre Geschichten vom Weinberghaus erzählt und mich auch in einige Geheimnisse eingeweiht haben.“

Vor allem am Freitag war der Ansturm groß, aber auch am Sonnabend ergaben sich für Schulz viele Gespräche: „Die Leute haben es in ihren Tagesspaziergang integriert.“ Doch nicht alles lief glatt. So mussten die Gäste ohne die angekündigte Pizza aus dem Holzofen auskommen. Der Ofen hatte zu viel Regen abbekommen, sodass er zwar mächtig qualmte, aber kein Pizzabacken zuließ. Dafür spendierte Philipp Metz aus Bremen, dem das Weinberghaus gehört und der auch selbst anwesend war, kostenlose Bio-Bratwürste an die Gäste.

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Christian Schulz aus Berlin steht vor dem Görlitzer Weinberghaus. Er will es wiederbeleben. Die sechs großen Palmenkübel hat er aus Berlin mitgebracht.
Christian Schulz aus Berlin steht vor dem Görlitzer Weinberghaus. Er will es wiederbeleben. Die sechs großen Palmenkübel hat er aus Berlin mitgebracht. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Ein zweiter Kritikpunkt: Am Sonntag war der Biergarten zu. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Görlitzer auch am Sonntag kommen“, sagt Schulz. Auf beide Punkte will er reagieren: „Diese Woche und auch in den nächsten zwei Wochen wird der Biergarten von Freitag bis Sonntag geöffnet sein“, kündigt er an. Freitags geht es immer um 15 Uhr los, am Wochenende bereits um 12.30 Uhr.

Wein, Bier, Limo und Wasser werden immer da sein. Dazu kommt jeweils Freitag und Sonnabend ein Grill: Die Obermühle liefert Bio-Bratwürste und selbst gebackenes Brot. Jeden Sonntag, ab 13 Uhr, gibt es original Neapolitanische Pizza mit Luca Donvito aus Bari. Diesmal will Christian Schulz darauf achten, dass der Ofen keinen Regen mehr abbekommt, sodass dem Pizzagenuss nichts mehr im Wege stehen dürfte. Ab nächste Woche soll es an den Wochenenden auch Kaffee und Kuchen geben. „Dieses Wochenende schaffe ich das leider noch nicht“, bedauert der Betreiber.

Inzwischen steht auch das Kulturprogramm für alle drei Wochen fest. Ein Höhepunkt wird stets der Sonnabend sein. Da lädt Christian Schulz immer ab 15.30 Uhr zum Tanztee im Schatten ein – am Fuße des Weinberghauses. „Neuerdings gibt es dort sogar etwas freiere Sicht nach unten, denn der Sturm am Montag hat zwei Bäume umgeweht“, sagt der Berliner.

Der andere Höhepunkt sind die Theaterabende. Der Erste steht schon diesen Freitag, 19 Uhr, an: Dann gibt es Improtheater mit der Formation „Theatersport Berlin“. Improtheater ist eine Theaterform, die auf Zuruf reagiert und alles spielen kann, was die Zuschauer gern sehen wollen. Das Publikum macht Vorschläge, die Spieler legen sofort los. „Einfach machen ist die Devise“, sagt Jakob Wurster von der Gruppe: „Manchmal geht es schief, aber meistens klappt es, zur Begeisterung der Zuschauer.“ Das Publikum fiebere mit und komme aus dem Staunen kaum heraus. Auch nächste Woche Freitag legt „Theatersport Berlin“ wieder um 19 Uhr los.

Monbijou Theater kommt zweimal

Ob es am letzten Freitag (3. September) auch wieder Theater geben wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber schon, dass das Monbijou Theater aus Berlin zweimal nach Görlitz kommt. Nächsten Sonnabend (28. August), wird die Gruppe eine Kurzfassung von Shakespeares „Was ihr wollt“ in 70 Minuten zeigen. Am Sonnabend darauf (4. September) stehen „Die Mitschuldigen“ auf dem Spielprogramm. „Das ist die erste Komödie von Goethe“, sagt Schulz. Der Dichter schrieb im Alter von 19 Jahren die erste Fassung. Uraufgeführt wurde das Lustspiel aber erst acht Jahre später in Weimar. In Görlitz spielt das Monbijou Theater nach Regie von Klaus Stephan, dem einstigen Intendanten des Gerhart-Hauptmann-Theaters Zittau. Am letzten Sonntag (5. September) plant Schulz schließlich ein Abschlussfest zum Ende der – kurzen – Saison.

Die Theaterstücke werden draußen gezeigt, es gibt aber eine Regenvariante, bei der das Publikum ein Dach bekommt. Für die Stücke erhebt Schulz einen Eintritt von zehn bis 15 Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse, nicht im Vorverkauf. Außerdem verlost die SZ fünfmal zwei Freikarten. Sie landen bei den Ersten, die an diesem Donnerstag, 15 Uhr bis 15.10 Uhr, unter Telefon 03581 47105283 in der SZ-Redaktion anrufen. Die Freikarten gelten für die Vorstellung an diesem Freitag.

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