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Wie es mit dem Parkcafé weitergeht

Der jetzige Pächter hat gekündigt. Der Besitzer des Pavillons im Görlitzer Stadtpark sucht jetzt nach einem Nachfolger.

Der Besitzer des Parkcafés ist auf der Suche nach einem neuen Pächter.
Der Besitzer des Parkcafés ist auf der Suche nach einem neuen Pächter. © Dennis Lohann

Derzeit hat das Parkcafé im Görlitzer Stadtpark ohnehin geschlossen - so wie alle anderen Gastronomien derzeit. Betreiber Michael Moses hoffe, "dass dieser Wahnsinn bis Ende November 2020 ein Ende hat" und man sich dann wiedersehe, steht auf einem Zettel an der Tür. Viele Möglichkeiten des Wiedersehens wird es dann aber dennoch nicht mehr geben. Ganz aufhören will Moses zum Jahresende. Das hatte er via Facebook mitgeteilt.

Er habe zum 31. Dezember gekündigt, schreibt er. Vor fast genau zwei Jahren hatten die Ex-Eheleute Danuta und Michael Moses das Parkcafé als Kaffee- und Weinstube übernommen. Das hatte bereits mehrere Pächter. "Ich hab's nachgerechnet und kalkuliert - wirtschaftlich ist das Parkhäuschen eigentlich nicht zu betreiben", hatte Michael Moses damals der SZ gesagt. Darum sei es ihm aber auch nicht gegangen.

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Suche nach neuem Pächter

Michael Moses war vor zwei Jahren bereits im Rentenalter und Görlitz-Rückkehrer. Das Café sollte eher ihr Projekt im Ruhestand sein. Moses war zuvor 30 Jahre lang in Frankfurt am Main in der Gastronomie tätig. Danuta Moses hatte sich aus gesundheitlichen Gründen Anfang vorigen Jahres aus dem Geschäft zurückgezogen.

Der Rückzug von Michael Moses jetzt habe mit einem Vorhaben des Besitzers des Pavillons zu tun, hatte Moses auf seiner Facebook-Seite erklärt, "damit ich dem Eigentümer bei seinen Umbaumaßnahmen nicht im Weg stehe". Dieser wolle Ferienwohnungen im Parkcafé einrichten.

Das ist nicht der Plan, sagt Steffen Ottlinger, dem das Café im Stadtpark gehört. Ferienwohnungen wolle er nicht einbauen. "Was hier rumschwirrt, ist nicht korrekt." Leerstehen soll die Kaffeestube aber auch nicht. Ottlinger sucht derzeit nach einem neuen Pächter. "Es gibt Interessenten", sagt er.

Moses Café-Zeit endet mit Flohmarkt

Ottlingers Frau hatte ganz am Anfang das Parkcafé selbst geführt, "wir hatten damals vier Angestellte", erzählt er. Das Café sei schon rentabel zu führen. Platz für maximal 40 Gäste hat es. "Alleine als Café, also mit viel Kleingeschäft, ist es sicher tatsächlich schwierig." Aber mit Essenangebot beispielsweise sei es machbar, profitabel zu arbeiten.

Ottlinger hatte damals die Betreibung des Cafés abgegeben, weil es für ihn zeitlich schwierig war. Er arbeitet heute wie damals viel in Österreich.

Michael Moses letzter Arbeitstag ist der 26. Dezember, schreibt er auf Facebook. Danach, vom 27. bis 29. Dezember, "werden alle Gegenstände zum Verkauf angeboten" - bei einem Flohmarkt.

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