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Sägewerk ist bald Geschichte

In Dauban rücken die Bagger an. Doch weil es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, müssen die Arbeiter Rücksicht nehmen - auf Fledermäuse und Zauneidechsen.

Langsam, aber unerbittlich frisst sich der Abrissbagger in die Gemäuer des ehemaligen Sozialgebäudes des Sägewerkes.
Langsam, aber unerbittlich frisst sich der Abrissbagger in die Gemäuer des ehemaligen Sozialgebäudes des Sägewerkes. © B. Donke

Von Bernhard Donke

Nachdem der Boden rund um das Sozialgebäude des ehemaligen Daubaner Sägewerks entsiegelt wurde, haben nun die Mitarbeiter eines Malschwitzer Abbruchunternehmens mit dem Abriss und Rückbau begonnen.

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Die 1,4 Hektar große Fläche gehört der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV). Sie will diese in den nächsten Jahren in mehreren Bauabschnitten entsiegeln und wieder zu einem Wald werden lassen. Vor 21 Jahren hatte hier ein Feuer gewütet, kurze Zeit später wurden Maschinen und Teile der Werkhallen demontiert.

Alle Abrissarbeiten müssen mit dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft abgestimmt werden, auf dessen Schutzgebiet das Gelände liegt. So sollen Teile des ehemaligen Speisesaals als Unterkunft für die hier angesiedelten Fledermausarten dienen, die bis jetzt mehrere Abrissgebäude bevölkern. Er wird in einem zweiten Bauabschnitt umgebaut. Zudem sollen bis zum Herbst die ersten Bäume auf dem Gelände gepflanzt werden. Für die heimischen Zauneidechsen sind bereits zwei Totholzhaufen angelegt worden, wie der Staatsbetrieb mitteilt.

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Die Landestalsperrenverwaltung ist dafür zuständig. Die Arbeiten dauern mehrere Jahre.

Unter anderem werden auch die befestigten Flächen um die Häuser entsiegelt. Dieser erste Bauabschnitt soll Ende Mai 2021 abgeschlossen sein und kostet rund 159.000 Euro, finanziert vom Freistaat Sachsen. Die LTV nutzt den Rückbau des Sägewerkes als Kompensationsmaßnahme für mehrere ihrer Bauprojekte. (mit SZ/mrc/sg)

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