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Krematorium erhält einen Aufzug

Die Görlitzer Trauerhalle ist bislang nur über eine steile Treppe erreichbar. Das soll sich im nächsten Jahr ändern.

Steil geht es zum Görlitzer Krematorium hinauf.
Steil geht es zum Görlitzer Krematorium hinauf. ©  Archivfoto: Nikolai Schmidt

Steil führen die Treppen zur Großen Feierhalle im Görlitzer Krematorium hinauf. Architektonisch ist das schön anzusehen, aber für manchen Trauergast sind die vielen Stufen eine Herausforderung, die seine Kräfte übersteigen. Deshalb gibt es bereits seit geraumer Zeit den Plan, einen behindertengerechten Aufzug an das Krematorium anzubauen.

Aufzug kostet 110.000 Euro

Nun scheint der Plan Wirklichkeit zu werden. Wie Friedhofsleiterin Evelin Mühle vor dem Görlitzer Stadtrat erklärte, soll der Glas-Stahl-Aufzug im kommenden Jahr errichtet werden. An der rechten Seitenfassade, wenn man vor dem Krematorium steht. Rund 110.000 Euro wird der Bau kosten. Für die Ausgabe rechnet der Eigenbetrieb mit einer Förderung durch die Sächsische Aufbaubank in Höhe von 80.000 Euro, einem städtischen Zuschuss von 10.000 Euro und eigenen Mitteln von 20.000 Euro. 

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Eine solch große Investition kann der Görlitzer Friedhof nicht jedes Jahr stemmen, und so erinnert das vergangene Jahr ein wenig wie an einen großen Anlauf für den Aufzug. Denn 2019 investierte der Eigenbetrieb nach eigenen Angaben nur rund 12.000 Euro. 2018 belief sich dieser Kostenpunkt auf 91.000 Euro - ein neuer Lkw wurde angeschafft. Und jetzt ist ein neuer Grabbagger für 141.000 Euro die große Freude der Mitarbeiter des Friedhofs. Dank eines günstigen Kredites der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sparte der Eigenbetrieb noch Geld.

Langfristiger Trend auf dem Friedhof hält an

Der Eigenbetrieb Städtischer Friedhof Görlitz besteht seit 22 Jahren und ist für den Erhalt, die Pflege und den Unterhalt des Friedhofs zuständig. Dabei begleitet nun schon seit Jahren ein Trend die Mitarbeiter des Eigenbetriebes: Die Zahl der großen Erdbestattungsstellen - ja der Gräber überhaupt - geht zurück, so dass sich immer größere Teile des Friedhofs zu einem Natur- und Landschaftspark entwickeln. Die Stadt trägt dieser Entwicklung zum Teil Rechnung, indem sie für die Pflege der Anlage 102.000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellt. Eine Summe, daran lässt Frau Mühle keinen Zweifel aufkommen, die zu gering für den damit verbundenen Aufwand ist. Auf 10- bis 12.000 Euro zusätzlich beziffert die erfahrene Leiterin den Aufwand für die Parkpflege.

Trotzdem ist die Lage des städtischen Eigenbetriebes stabil. 2019 konnten mit 1,63 Millionen Euro leicht höhere Umsätze im Vergleich zu 2018 erzielt werden, am Ende steht ein kleiner Überschuss von knapp 40.000 Euro. 

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