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Kurzarbeiterregelung hilft Azubis

Im Landkreis Görlitz sind Gaststätten und Hotels geschlossen. Ausbildung ist schwierig. Deshalb überdenken junge Menschen ihren Lehrvertrag.

Mit ungewöhnlichen Mitteln machen Gastronomen auf ihre prekäre Lage aufmerksam.
Mit ungewöhnlichen Mitteln machen Gastronomen auf ihre prekäre Lage aufmerksam. © dpa

Seit November 2020 sind Gaststätten und Hotels im Landkreis Görlitz geschlossen - und sie bleiben es weiter. Das wirkt sich auch auf die Ausbildung von Köchen, Restaurant- und Hotelfachleuten aus.

Weniger Köche, ein paar mehr Servicekräfte

Eine Kündigungswelle von Auszubildenden in Berufen im Gaststättengewerbe und im Hotelwesen gibt es aber nicht. Bei Hotelfachleuten hatten am Jahresende 2020 von den in diesem Jahr neu abgeschlossen Lehrverträgen im Landkreis Görlitz nach der Probezeit noch 14 Bestand. Bei Restaurantfachleuten waren es zum Jahresende 13 Verträge und bei den Köchen 19.

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Während es bei der Kochausbildung im Jahr 2020 mit 19 Azubis im Vergleich zu 2018 mit 28 Azubis einen Rückgang von etwa einem Drittel der Lehrverträge im Kreis gab, blieb die Zahl bei Restaurant- und Hotelfachleuten nahezu stabil, es gab einen leichten Anstieg. Von elf Ausbildungsverträgen bei Hotelfachleuten stieg die Zahl auf 14, bei Restaurantfachleuten von zehn auf 13, die nach der Probezeit noch galten.

Im Vorjahr lösten im Kreis insgesamt fünf Hotelfachleute der ersten bis dritten Lehrjahre ihren Lehrvertrag. Bei den Köchen und Restaurantfachleuten waren es jeweils elf junge Menschen, die sich neu orientierten oder deren Lehrvertrag vom Lehrbetrieb gekündigt wurde.

Hilfsprogramme wirken sich offenbar aus

In diesem Jahr gab es bislang keine weiteren Auflösungen von Lehrverträgen in den oben genannten Berufen, wie die Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) auf Nachfrage informiert. Hinsichtlich der Abbrüche von Ausbildungen in Gastronomie und Hotellerie sei 2020 kein spezieller Corona-Einfluss auszumachen. "Hier wirken sich zweifelsohne die staatlichen Hilfsprogramme für die Unternehmen, die Kurzarbeiterregelungen und die speziellen Hilfen für Ausbildungsunternehmen positiv aus", sagt IHK-Sprecher Lars Fiehler. Ob das bei der anhaltenden Einschränkung von Öffnungen von Gaststätten und Hotels so bleibt, könne nicht gesichert eingeschätzt werden, erklärt er weiter.

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