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Landrat macht Druck bei B178-Anschluss an die Autobahn

Aktuell gibt es in Görlitz offenbar keine Informationen zum Stand der Planungen. Das soll sich ändern.

Von Matthias Klaus
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Die neue B 178: Wann der Anschluss an die Autobahn kommt, ist völlig offen.
Die neue B 178: Wann der Anschluss an die Autobahn kommt, ist völlig offen. © Rafael Sampedro (Archiv)

Die unendliche Geschichte um die neue B 178 geht weiter und findet offensichtlich nicht so schnell einen Abschluss, vor allem, wenn es um den nördlichen Teil der Piste geht. Es bewegt sich nichts - so fasst Landrat Bernd Lange (CDU) die Situation am Anschluss der neuen B 178 an die Autobahn bei Weißenberg zusammen.

Der Görlitzer AfD-Abgeordnete Sebastian Wippel hatte sich während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Landkreises zum Stand der Planung erkundigt. Viel Erhellendes konnte Landrat Bernd Lange allerdings nicht dazu beitragen. Während Richtung Zittau nun schon ein kleiner Fortschritt erkennbar ist, scheint es im Norden gar keine Informationen zum aktuellen Stand zu geben.

"Wir bemühen uns, in diese Frage Dynamik reinzubringen", so der Görlitzer Landrat. "Wir", damit meint er auch den Bautzener Landrat Michael Harig. Weißenberg, der Autobahnanschluss, liegt im Bautzener Kreis. Mit Michael Harig, so Bernd Lange, wolle er im zuständigen Ministerium in Dresden nachfragen, was nun eigentlich Stand der Dinge sei.

"Wir streben einen Termin an", so Bernd Lange. Aktuell gebe es zu Planung, geschweige denn zu anstehendem Baugeschehen jedenfalls "keine Informationskette" nach Görlitz.

Immerhin eines steht nach der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses fest: Zwischen Zittau und Weißenberg werden die Regenrückhaltebecken an der neuen B 178 beräumt und instandgesetzt. Die Firma Bau Franke aus Hainewalde bekam den Zuschlag. Die Vergabesumme beträgt reichlich 616.000 Euro.

Wie viele Becken genau beräumt werden müssen, dass konnte im Technischen Ausschuss nicht geklärt werden. Nur so viel: Vor allem die Entsorgung des Schlammes in den Becken mache die ganze Sache teuer. Der Schlamm wird als belastet eingestuft. Allerdings ist keine Belastung des Kreishaushaltes damit verbunden. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, muss auch der Bund zahlen. Laut Kreisverwaltung ist das Vorhaben etwa 20 Prozent teurer geworden als ursprünglich vorgesehen.

Neben der Entsorgung des Schlammes werden zudem die Ölabscheider an den einzelnen Becken gewartet. Wie oft diese Beräumung stattfindet, geschehe je nach Bedarf, heißt es aus dem Landratsamt. Man gehe von einem Zyklus von etwa fünf Jahren aus.

Insgesamt elf Firmen hatten sich zunächst für den Auftrag interessiert und die Bewerbungsunterlagen abgefordert. Neben Franke blieb dann aber nur ein weiterer Bieter aus Kesselsdorf übrig.