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Landskron startet mit neuem Braumeister ins neue Jahr

Andreas Faustmann ist in der Brauerei kein Unbekannter. Er beginnt am 1. Februar in Görlitz - nach einem für das Unternehmen schwierigen Corona-Jahr.

Andreas Faustmann ist gebürtiger Cottbuser, arbeitete unter anderem für Öttinger Brau.
Andreas Faustmann ist gebürtiger Cottbuser, arbeitete unter anderem für Öttinger Brau. © Landskron

Landskron hat einen neuen Mann an Gärbottichen und Lagertanks: Andreas Faustmann wird ab dem 1. Februar neuer Braumeister. Für Landskron ist er kein Unbekannter. Von März bis April 2001 arbeitete Andreas Faustmann als Urlaubsvertretung im Brauhaus Cottbus. Das gehörte damals noch zu Landskron. Dort arbeitete er auch mit dem jetzigen Braumeister Heiko Hänisch zusammen. "Die Beiden werden in Zukunft als Doppelspitze in Görlitz tätig sein", sagt Landskron -Geschäftsführer Uwe Köhler.

Nach dem Weggang des langjährigen ersten Braumeisters Matthias Grall im vergangenen Jahr hatte Landskron die Stelle ausgeschrieben. "Sechs, sieben Bewerber kamen in die engere Auswahl", schildert Uwe Köhler. Dass Andreas Faustmann einen Bezug zur Region, zu Görlitz hat, sei ihm wichtig, so der Landskron-Chef.

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Neuer Braumeister bildet selber aus

Andreas Faustmann ist gebürtiger Cottbuser. Nach dem Abitur studierte er Biotechnologie mit der Fachrichtung Brauwesen an der Technischen Universität Berlin. Danach zog es ihn zur Öttinger Brau GmbH. Dort arbeitete Andreas Faustmann als Projektbetreuer und technischer Projektmanager.

in der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin ist er seit Februar 2014 als technischer Mitarbeiter tätig. Sein Schwerpunkt lag darin, die zukünftigen Braumeister und Brauingenieure auszubilden, außerdem auf der technischen und technologischen Betreuung und Beratung von Brauereien. Außerdem gab Andreas Faustmann unterschiedliche Schulungen im internationalen und nationalen Bereich wie etwa dem deutschen Braumeisterkurs.

Andreas Faustmann wird in einer Zeit bei Landskron Braumeister, in der das Unternehmen sich großen Herausforderungen gegenübersieht. Weil sie wegen Corona schließen mussten, nahmen Gaststätten weniger Fassbier ab. Der Absatz sank im vergangenen Jahr gegenüber 2019 um 60 Prozent. Dabei hatte die Brauerei erst im vergangenen Jahr 1.000 neue Fässer gekauft, die nun nicht benötigt wurden. "Es ist schon sehr hart, wenn ein so wichtiger Handelspartner wegfällt", sagt Uwe Köhler.

Fassbier-Umsatz sank um 60 Prozent

Landskron verkauft nicht direkt an einzelne Gastronomen, sondern über den Getränkefachhandel. Über den kamen dann auch die Fässer zurück, die in der Gastronomie einfach nicht benötigt wurden. Wie viele das 2020 waren, kann der Geschäftsführer nicht genau sagen, er spricht von "hunderten Fässern". Deren Inhalt wurde entsorgt. "Wir bekamen zwar die Biersteuer zurück, insgesamt war es aber ein hoher Verlust für uns", sagt Uwe Köhler.

Trotzdem schaffte Landskron, den Bierabsatz auf dem Niveau von 2019 zu halten - mit verstärktem Verkauf von Flaschenbier. 70.000 neue Kästen kaufte Landskron im vergangenen Jahr, inklusive Flaschen, eine riesen Investition. Probleme gab es mit dem Leergut. "Gerade vor Weihnachten und Silvester wurde sehr viel Flaschenbier gekauft, unsere Kunden haben sich bevorratet", sagt Uwe Köhler. Es sei zuweilen eng geworden mit dem Leergut, das nicht gleich wieder zurückkam.

Neue Dose für altbekanntes Bier

Der Geschäftsführer schaut nun aber optimistisch auf 2021. Eine neue Biersorte soll es nicht geben. "13 sind genug", sagt Uwe Köhler. Aber das Pilsner gibt es künftig in neuem Gewand: in einer 0,33-Liter-Dose. Landskron hofft damit auf Absatz beispielsweise auf Festivals, an Tankstellen. "Die 0,5-Liter-Dose ist langweilig. Unser Motto ist: Lieber ein Bierchen, als viele große Biere", sagt er.

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Gut laufe zudem der Verkauf von Apfelradler und der Fassbrause. Bei Letzterer stieg der Absatz 2020 im Vergleich zu 2019 um 50 Prozent. Landskron stellt die Brause inzwischen mit Zucker, statt mit Süßstoff, her. Das kommt offensichtlich an.

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