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Oberlausitz soll wieder Haselmaus-Region werden

Ein Projekt der Naturforschenden Gesellschaft will die einzelnen Verbreitungsgebiete verbinden. Die Vorbereitungen dazu dauern bis 2023.

Die Haselmaus, hier ein Foto aus einem früheren Untersuchungsprojekt in der Oberlausitz.
Die Haselmaus, hier ein Foto aus einem früheren Untersuchungsprojekt in der Oberlausitz. © Sven Büchner

Wie geht es der Haselmaus im Oberlausitzer Bergland? Dieser Frage geht jetzt die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz nach. Ende Mai startet sie ein Forschungsprojekt. Es soll bis Ende März 2023 dauern.

In Sohland am Rotstein ist man der Haselmaus ja schon seit Längerem auf der Spur. Dass sie dort lebt, wurde nachgewiesen. Aber für das Gebiet südlich von Bautzen und Löbau, also beispielsweise für die Kottmarregion, fehlen aktuelle Daten. Deshalb prüft die Naturforschende Gesellschaft die Wälder nun in einem großen Gebiet. Es reicht von Neukirch im Westen, über Oderwitz im Süden, Bernstadt im Osten und Reichenbach, Hochkirch, Doberschau-Gaußig im Norden

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Pfotenabdrücke sollen die Maus überführen

"Die Untersuchung findet hauptsächlich mit sogenannten Spurtunneln statt", so Brigitte Westphal, Vorstandsmitglied der Naturforschenden Gesellschaft. Der Tunnel besteht aus Kunststoff. An den Rändern wird ein Gemisch aus Aktivkohle und Sonnenblumenöl aufgebracht, eine Art Tinte. Findet eine Haselmaus den Tunnel, klettert sie durch und hinterlässt auf Papier im Inneren ihre charakteristischen Fußspuren.

In einem Abstand von etwa 20 Metern werden zehn Spurtunnel in einer Linie aufgebaut. "Diese werden an Bäumen und Sträuchern in Brusthöhe befestigt und anschließend regelmäßig kontrolliert", so Frau Westphal.

Sobald in einem Waldgebiet der Nachweis gelungen ist, geht es in das nächste. Wenn innerhalb einer Saison kein Nachweis gelingt, wird der Wald noch nach Nestern und aufgebrochenen Haselnüssen untersucht.

Ziel des Ganzen ist ein möglichst genauer Überblick über das Haselmausvorkommen im Oberlausitzer Bergland. Die Daten sollen dazu dienen, Hilfsmaßnahmen für die Art zu starten, etwa Lücken in der Verbindung einzelner Verbreitungsgebiete aufzudecken. Die könnten dann mithilfe von breiten Hecken geschlossen werden.

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