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Kretschmer besucht Zentrale von Maschinenbauer Skan

Das Unternehmen hat seinen Deutschland-Sitz in Görlitz. Die Zentrale ist in Basel. Dorthin will Sachsens Regierungschef mit einem Bombardier-Zug aus Görlitz fahren.

Ministerpräsident Michael Kretschmer besucht die Schweiz.
Ministerpräsident Michael Kretschmer besucht die Schweiz. © Sven Ellger

Wenn Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer Anfang kommender Woche in die Schweiz fliegt, dann wird er auch die Zentrale des Maschinenbauers Skan AG bei Basel besuchen. Das bestätigt die Staatskanzlei auf SZ-Nachfrage.

Skan investiert knapp 20 Millionen Euro derzeit in Görlitz

Skan ist ein Hersteller von Anlagen für die chemische und pharmazeutische Industrie und hat im Görlitzer Stadtteil Hagenwerder seinen Deutschland-Sitz. Dort investiert das Unternehmen gerade fast 20 Millionen Euro in zwei neue Fertigungshallen und Bürogebäude. Auch will Skan weitere 100 neue Mitarbeiter in den nächsten Monaten einstellen, erklärte das Unternehmen beim ersten Spatenstich für die Hallen im Herbst vergangenen Jahres, im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.

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Sachsens Regierungschef kennt das Unternehmen bereits seit Längerem, besuchte es in Görlitz. Obwohl die Skan-Gruppe erst 2013 nach Hagenwerder kam, investierte sie schnell einen zweistelligen Millionenbetrag und schuf rund 200 Jobs. Es profitiert dabei vom Aufschwung der Gesundheitsbranche generell. So werden Grippeschutzimpfungen beispielsweise häufig in Skan-Anlagen hergestellt. Erst Anfang Juli war die Skan AG in ihre neue Unternehmenszentrale bei Basel umgezogen.

Kretschmer will mit Görlitz-Zug in der Schweiz fahren

Um zu Skan bei Basel zu kommen, muss Kretschmer mit seiner Delegation erst einmal reisen. Denn eigentlich sind sie in Zürich unterwegs. "Sachsenmilch"-Unternehmer Theo Müller erhält den Sächsischen Verdienstorden. Am liebsten würde Kretschmer mit einem der Doppelstock-Schnellzüge von Zürich nach Basel reisen, die Bombardier an die Schweizerischen Bundesbahnen geliefert hat und an deren Bestellung und Herstellung der Görlitzer Waggonbau maßgeblich beteiligt war. Ob das zustande kommt, ist noch ein bisschen fraglich. Die Staatskanzlei kann das jedenfalls nicht bestätigen. Ohne Zweifel würde Bombardier, dessen Bahngeschäft mittlerweile zu dem französischen Konzern Alstom gehört, eine solche Aufwertung guttun.

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