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Zoll ermittelt gegen Zigarettenschmuggel

Polizisten haben bei Kodersdorf einen Autofahrer mit illegaler Ware erwischt. Auch Schwarzarbeiter und Demonstranten hielten die Beamten auf Trab.

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Symbolbild © Symbolbild: Monika Skolimowska/dpa

Bundespolizisten haben am Montagnachmittag auf der A4 in der Nähe von Kodersdorf ein französisches Auto gestoppt. Hinter dem Lenkrad saß ein 48-jähriger polnischer Bürger. "Mit zitternden Händen übergab dieser seine Dokumente zur Überprüfung. Sowohl der französische Fahrzeugschein, der polnische Führerschein und auch der polnische Personalausweis waren in Ordnung", teilt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mit. Was der Mann dagegen im Kofferraum transportierte, war nicht legal.

Zum Vorschein kamen schließlich 231 Stangen unversteuerte Zigaretten. Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung wurde eine Streife des Zolls hinzugerufen. Die Zollbeamten übernahmen kurz darauf vor Ort den Fall und die weiteren Ermittlungen. (SZ)

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Die Bundespolizeidirektion Pirna sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt Unterstützung für die Leitungsposition eines Sachbereiches.

Weitere Meldungen aus dem (Bundes-)polizeibericht:

Mutter bewahrt Sohn vor dem Knast

Autobahnpolizisten haben am frühen Dienstagmorgen zwischen den Anschlussstellen Kodersdorf und Nieder Seifersdorf einen 38-Jährigen geschnappt, gegen den ein Haftbefehl aus Villingen-Schwenningen wegen einer offenen vierstelligen Strafe vorlag. Der Pole war auf der A4 mit seinem Saab unterwegs. Mithilfe seiner Mutter konnte er die Haftstrafe gerade noch abwenden. Sie bezahlte den ausstehenden Betrag. Allerdings erhielt er eine neue Anzeige, da er ohne Führerschein gefahren war.

Über 100 Corona-Gegner demonstrieren

Mehrere Personen haben sich am Montagabend in Görlitz versammelt und gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Zunächst trafen sich die Teilnehmer auf dem Postplatz, später liefen sie in Form eines Aufzuges auf den Wilhelmsplatz. Insgesamt nahmen etwa 100 Personen teil. Für beide Orte lag eine Anmeldung vor.

Am Montagabend fand eine angezeigte Versammlung auf dem Zinzendorfplatz in Niesky statt. 17 Personen nahmen an dem Aufzug teil, der wieder auf dem Zinzendorfplatz endete.

Bundespolizei fasst Schwarzarbeiter

Gegen drei Männer aus der Ukraine im Alter von 32, 43 und 44 Jahren ermittelt nun die Bundespolizei. Den Beschuldigten werden Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz vorgeworfen.

Der 32-Jährige hatte sich bis zu seiner Heimreise in die Ukraine dauerhaft in Frankreich aufgehalten, obwohl er schon im Mai den Schengen-Raum hätte verlassen müssen. Vor seiner endgültigen Ausreise musste er 300 Euro Sicherheitsleistung zahlen.

Sowohl der 43-Jährige als auch der 44-Jährige hielt sich im Zusammenhang mit einer nicht genehmigten Erwerbstätigkeit unerlaubt in Deutschland auf. Bei dem Jüngeren wurden später 4.300 Euro, bei dem Älteren 500 Euro illegal erlangter Arbeitslohn beschlagnahmt. Zudem wurde gegen den Älteren die Zahlung einer Sicherheitsleistung von 300 Euro angeordnet. Diese hatte er sich durch einen gefälschten litauischen Pass beziehungsweise durch ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen eingehandelt. Die Karte, auf der das Foto des Ukrainers zu erkennen war, wurde sichergestellt.

Während die 32 und 43 Jahre alten Männer am Montagmorgen auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Kodersdorf und dem Rastplatz an der Neiße Süd kontrolliert wurden, trafen die Uniformierten am Abend auf dem gleichen Rastplatz auf den 44-Jährigen.

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