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Finale in der NFV-Schlammschlacht

Der neu gewählte Vorstand ist im Vereinsregister eingetragen. Und will jetzt den früheren Vorsitzenden Harald Twupack aus dem Verein hinauswerfen.

Carsten Liebig, hier noch in seiner beruflichen Tätigkeit bei Bombardier, ist nach wie vor Präsident des Fußballvereins.
Carsten Liebig, hier noch in seiner beruflichen Tätigkeit bei Bombardier, ist nach wie vor Präsident des Fußballvereins. © Nikolai Schmidt

Im Machtkampf, der den Görlitzer Fußballverein NFV Gelb-Weiß Görlitz seit Tagen beschäftigt, schafft der neu gewählte Vorstand neue Fakten.

Nach der notariellen Bestätigung am 28. Mai ist der neue Vorstand durch das Amtsgericht Dresden in das Vereinsregister eingetragen worden. Darüber informiert der neue Vorstand auf der Vereinshomepage. Der neue Vorstand um den Vorstandsvorsitzenden Jens Eichberg und den Präsidenten Carsten Liebig sieht sich damit vollständig legitimiert, um den Verein zu vertreten.

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Twupack soll aus dem Verein ausgeschlossen werden

In der Information an die Vereinsmitglieder heißt es weiter, dass die von Herrn Twupack für den 4. Juni angesetzte Mitgliederversammlung gegenstandslos sei, hiermit abgesetzt und demzufolge nicht stattfinden wird. Außerdem wird der Vorstand sein Hausrecht gegen Mitglieder, gegen die ein Vereinsausschlussverfahren geführt wird, durchsetzen.

Zwei miteinander verfeindete Gruppen innerhalb des Fußballvereins kämpfen seit Wochen um die Macht in dem traditionsreichen Sportclub. Gegenseitige Vorwürfe, rechtliche Schritte, ellenlange Verteidigungsschreiben - die Schlammschlacht lähmt den Verein sichtbar. Auf der einen Seite steht der neu gewählte Vorstand um Jens Eichberg und Carsten Liebig, auf der anderen der ehemalige Vorstandsvorsitzende Harald Twupack. Eine Verständigung beider Seiten ist ausgeschlossen. Das zeigt sich auch in den weiteren Entscheidungen, die der neue Vorstand getroffen hat.

So leitete der neue Vorstand gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Harald Twupack und gegen René Leszczynski ein Vereinsausschlussverfahren ein. In dem veröffentlichten Schreiben an beide wird unter anderem darauf hingewiesen, dass sie angehört werden und sie sich zu den ihnen rechtzeitig bekanntgemachten Vorwürfen vorbereiten können, aber auch dass all ihre Rechte ab sofort ruhen, sie ein Betretungsverbot der NFV-Sportanlagen haben und alle Schlüssel und Dokumente zurückgeben müssen.

Twupack will Versammlung trotzdem durchführen

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Harald Twupack kündigte für den späten Donnerstagnachmittag eine Reaktion auf die Informationen des neuen NFV-Vorstandes an. Vorweg nur so viel: "In jedem Fall ist nach Satzung eine ordentliche Mitgliederversammlung durchzuführen", schreibt Twupack. Die vom NFV-Präsidium am 21. Mai war eine außerordentliche. Außerdem schreibt Twupack auf SZ-Anfrage, wann, wo und mit welcher Legitimation diese Versammlung stattfinden soll: "Die ordentliche Mitgliederversammlung findet entsprechend Einladung am 4. Juni, 18 Uhr auf dem Gelände "Junge Welt" satt. Es gibt nichts, was dem entgegenstehen würde. Gegen die Eintragung ins Vereinsregister wurden Rechtsmittel eingelegt. Also doch noch kein Ende sondern ultimative Konfrontation?

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