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Nahverkehr: Streikdrohung verpufft im Kreis Görlitz

Die Gewerkschaft Verdi will an diesem Dienstag bundesweit den Nahverkehr lahmlegen. Doch nicht überall hat der Aufruf Wirkung.

Die Busse der Regionalbus Oberlausitz Gesellschaft in Bautzen bleiben am Dienstag nicht stehen. Sie fahren wie gewohnt auch im Landkreis Görlitz im Linienverkehr.
Die Busse der Regionalbus Oberlausitz Gesellschaft in Bautzen bleiben am Dienstag nicht stehen. Sie fahren wie gewohnt auch im Landkreis Görlitz im Linienverkehr. © SZ/Uwe Soeder

Vor allem in den Großstädten dürfte es an diesem Dienstag schwieriger werden, in Schule oder auf Arbeit zu kommen. Jedenfalls, wenn man auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist.  Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zum Streik aufgerufen, um Druck in den laufenden Tarifgesprächen zu machen.

Doch der Landkreis Görlitz ist von diesen Streiks im Öffentlichen Personennahverkehr nicht betroffen. Das sagt Jürgen Becker, Verdi-Gewerkschaftssekretär im Bezirk Dresden/Ostsachsen. Auch die Bautzener Regiobus-Geschäftsführerin Andrea Radtke, deren Unternehmen im Landkreis Bus fährt, bestätigt: "Unsere Busse fahren auch am Dienstag laut Fahrplan."

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Der Grund liegt in den unterschiedlichen Tarifverträgen. Während die regionalen Unternehmen dem Arbeitgeberverband Nahverkehr angehören, ist der Öffentliche Dienst an den Tarifvertrag Nahverkehr (TVN) gebunden. Verdi hat für Verbesserungen an diesem Tarifwerk aufgerufen. In dem TVN sind unter anderem die großen Verkehrsbetriebe Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie der Stadtverkehr Zwickau Mitglied. In diesen Städten ruht am Dienstag der Bahn- und Busverkehr. 

Auch die ​Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH (GVB), die in Görlitz Straßenbahnen und Stadtbusse betreiben, erwarten keinen Streik. "Soweit mir bekannt ist, werden unsere Kollegen nicht streiken", sagt GVB-Sprecher Andreas Kolley. Länderbahn, Trilex und Odeg sind ebenfalls nicht betroffen. "Der Streik hat keine Auswirkungen auf den Zugverkehr in Ostsachsen", sagt Jörg Puchmüller, Pressesprecher der Länderbahn: "Wir haben hier andere Gewerkschaften, nicht Verdi."

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