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Supermarkt-Mitarbeiterin verhindert Trickbetrug

Die Kassiererin in Görlitz bewahrte eine Seniorin davor, den Tätern auf den Leim zu gehen. Ähnliche Fälle gab es in Zittau-Oberland, Bautzen und Kamenz.

In Görlitz wollte eine 69-Jährige eine Gutscheinkarten von Google Play im Wert von 1.000 Euro kaufen. Eine Mitarbeiterin des Supermarktes verhinderte dies und verständigte die Polizei.
In Görlitz wollte eine 69-Jährige eine Gutscheinkarten von Google Play im Wert von 1.000 Euro kaufen. Eine Mitarbeiterin des Supermarktes verhinderte dies und verständigte die Polizei. © Symbolbild: Daniel Karmann/dpa

Bautzen/Görlitz/Kamenz/Zittau. Umsichtige Personen haben am Mittwoch und Donnerstag zwei Rentner davor bewahrt, dass ihnen Trickbetrüger Geld abknöpften. Darüber informiert die Görlitzer Polizeisprecherin Franziska Schulenburg.

So wunderte sich eine Angestellte eines Supermarktes an der Zittauer Straße in Görlitz am Mittwochmorgen über den Einkauf einer Seniorin. Die 69-Jährige wollte Gutscheinkarten von Google Play im Wert von 1.000 Euro kaufen. Die aufmerksame Mitarbeiterin sprach die Dame an, klärte sie über die Betrugsmasche auf und rief die Polizei. Die Seniorin hatte zuvor einen Anruf erhalten. Demnach hätte sie knapp 50.000 Euro gewonnen und müsse für die Auszahlung die Codes der Gutscheinkarten durchgeben.

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Göda: Taxifahrer bewahrt Ehepaar vor Geldübergabe

Außerdem bemerkte ein Taxifahrer aus Göda einen Betrugsversuch. Er fuhr am Donnerstagmittag mit einem Ehepaar im Alter von 72 und 75 Jahren von Göda nach Kamenz. Während der Fahrt erhielt die Rentnerin einen Anruf. Der 45-Jährige bekam mit, dass es in dem Gespräch um eine Geldübergabe ging. Er übernahm kurzerhand das Telefon. Daraufhin legten die Betrüger auf. Der Fahrer informierte die Polizei. Die Senioren sollten in Kamenz 4.800 Euro für einen angeblichen Gewinn übergeben. Seit Dezember 2020 hatte das Paar bereits mehrmals Geld an die unbekannten Täter übergeben. Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Die Polizeidirektion Görlitz bedankt sich bei der Angestellten und dem Taxifahrer für ihr beherztes Eingreifen. Am Mittwoch und Donnerstag zeigten fast 15 Geschädigte entsprechende Betrugsanrufe bei den Polizeidienststellen in Zittau-Oberland, Bautzen und Görlitz an. Das sind laut Franziska Schulenburg aber nicht alle Fälle. Täglich erhalten zumeist lebensältere Menschen Anrufe von Betrügern. Sie verwenden verschiedene Maschen, um den Geschädigten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Täter haben mehrere Betrugsmaschen

Entweder würdem sie einen angeblichen Geldgewinn vortäuschen, der die Zahlung von Gebühren oder die Übermittlung von Codes auf verschiedenen Gutscheinkarten erfordert. Oder es wird eine vermeintliche Notlage eines Angehörigen geschildert. Dieser wäre krank oder hätte einen Unfall verursacht und müsse ins Gefängnis. Durch eine Zahlung könne ein Medikament helfen oder eine Inhaftierung abgewendet werden.

Die Geldforderungen belaufen sich zwischen 1.000 Euro und mehreren 100.000 Euro. Die Täter setzen ihre Opfer emotional unter Druck. Teilweise sind ihnen bereits die Namen der Angehörigen bekannt. Manchmal weint eine Person im Hintergrund. Die Polizei warnt: „Lassen Sie sich von all dem nicht aufs Glatteis führen! Gehen Sie weder auf die Herausgabe persönlicher Daten, geschweige denn auf Geldforderungen ein! Legen Sie zwingend auf und erstatten Sie Anzeige!“

Die Polizei appelliert an alle, mit ihren Verwandten über die Betrugsmaschen zu sprechen und Mitarbeiter von Banken, Verkehrs- und Einzelhandelsbetrieben zu sensibilisieren. In allen Fällen führt das Kommissariat für Betrugsdelikte der Kriminalpolizeiinspektion die Ermittlungen. (SZ)

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