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Erzieher in ASB-Kitas im Warnstreik

An diesem Mittwoch fordern Erzieher in Görlitz und Zittau die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Ziel ist die Angleichung an den öffentlichen Dienst.

Symbolfoto.
Symbolfoto. © SZ-Archiv

An diesem Mittwoch beginnt der Tag in den sieben Kitas des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) zwischen Görlitz und Zittau erst gegen 10 Uhr. Die Erzieher sind zu einem vierstündigen Warnstreik aufgerufen.

Seit 2019 wollen Sächsischer Erzieherverband (SEV) und seine Spitzengewerkschaft Beamtenbund und Tarifunion (dbb) mit dem Arbeitgeberverband des ASB- Landesverbandes Sachsen Tarifverhandlungen führen. Bislang kam es nicht dazu.

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Kitas im Kreis-Norden nicht betroffen

Der Erzieherverband vermutet nun eine Hinhaltetaktik seitens des ASB, weil dieser fordert, dass sich die Gewerkschaften zunächst unter dem Dach von ver.di einigen, die die Verhandlungen führt. Andrea Werner, Bereichsleiterin beim ASB, verweist darauf, dass der ASB bei den Tarifverhandlungen viele Berufsgruppen berücksichtigen müsse, nicht nur Erzieher.

Ziel des Warnstreiks in den drei Görlitzer und vier Zittauer Einrichtungen ist die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Deren Ziel wiederum ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Angleichung an den öffentlichen Dienst. ASB-Kitas in Kreba, Niesky und Reichenbach sind nicht vom Warnstreik betroffen.

Ob es während des Warnstreiks in den Kitas zu Schließungen oder Einschränkungen kommt, hängt von der Beteiligung der Beschäftigten am Streik ab. Für die Görlitzer Kitas Hagenwerder und Cottbuser Straße gibt es eine Notbetreuung, in der Kita "Hummelnest" nicht. Dort gibt es 8 bis 9 Uhr eine Kundgebung. Ob und wie viele Erzieher aus den Kitas in Zittau, Hörnitz, Bertsdorf und Oybin am Warnstreik teilnehmen, ist noch unklar.

Zulage soll mit Tarif zementiert werden

Der ASB-Regionalverband Görlitz-Zittau zahlt seinen Erziehern seit April 2021 freiwillig eine Zulage, die dem Niveau des öffentlichen Dienstes sehr nahekommt. Diese Zahlung könnte der Arbeitgeber aber jederzeit wieder einstellen, fürchten SEV und dbb. Deswegen fordern sie verbindliche Regelungen in einem Tarifvertrag.

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