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Warum Winterferien nicht langweilig sind

Freizeiteinrichtungen, Museen und der Zoo in Görlitz sind zu. Trotzdem gibt es Angebote mit viel Spaß in der schulfreien Zeit.

Solange es das Wetter noch hergibt, sind Skifahren und Rodeln in heimischen Gefilden angesagt.
Solange es das Wetter noch hergibt, sind Skifahren und Rodeln in heimischen Gefilden angesagt. © Martin Schneider

Es sind Winterferien - und alle Freizeiteinrichtungen wegen der Pandemie geschlossen. Was tun? SZ und sächsische.de haben ein paar Vorschläge.

Bei schönstem Winterwetter fahren die Kids natürlich auf Rodeln und Skifahren ab. Solange noch Schnee liegt, ist das auch kein Problem. Aber man sollte sich beeilen, denn der Wetterdienst kündigt steigende Temperaturen und damit Tauwetter an. Am Wochenende soll es laut Vorhersage aber schon wieder kälter werden.

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Es kann auch mal ein Schneehase sein

Wenn der Schnee ein wenig angetaut ist, lassen sich bei ausreichender Menge lustige Schneefiguren bauen. Dass es nicht immer nur ein Schneemann sein muss, erfuhr SZ-Leserin Cordula Bache* aus Reichenbach. "Wir haben einen Schneehasen gebaut", erzählt sie, "da hatten die Kinder viel mehr Spaß als beim traditionellen Schneemann." Weiter berichtet die Mutter, dass sie mit den Kindern auf Fototour im Winterwald war. Nach dem Spaziergang wurde der Familie nicht nur bei heißem Kakao warm, sondern auch beim Lachen über witzige Fotos, die beim Winterspaziergang entstanden waren.

Nell und ihre Schwester bauen einen Schneemann.
Nell und ihre Schwester bauen einen Schneemann. © Claudia Hübschmann

Fotoalben kreativ gestalten

Fotos sind ein gutes Stichwort für eine weitere Idee. Immer mehr in Mode kommt das Scrapbooking. Dabei werden Fotoalben kreativ gestaltet, indem die einzelnen Seiten aufwendig verziert werden. Die liebsten Erinnerungen in Form von Fotos ergeben mit anderen Bastelsachen und Verzierungen ein Bastelbuch - ein Scrapbook.

Der Sinn des Scrapbookings besteht darin, Fotoalben auf wenige, aber die besten Bilder zu reduzieren. Mit Beiwerk wie buntem Papier, getrockneten Blüten, Aufklebern und Erinnerungsstücken wie zum Beispiel eine Eintrittskarte zu einem besonderen Konzert werden die Fotos in Szene gesetzt. Gleichzeitig kann mittels kleiner Texte die Geschichte zu den Bildern festgehalten werden. Über das reine Foto hinaus können die kreativen Gestalter so die Stimmung nachzeichnen, wie sie zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme herrschte.

Schließlich ist die Gestaltung eines solchen Fotoalbums eine Herausforderung für Kreativität und Geduld von Kindern und Eltern gleichermaßen. Das Material dafür ist meist vorhanden, Supermärkte helfen da aber auch gern aus, weil die Bastel-Fachgeschäfte derzeit geschlossen sind. Wer nach Ideen sucht, findet im Internet sehr viele Anregungen und Anleitungen.

Ein kreativ gestaltetes Fotoalbum.
Ein kreativ gestaltetes Fotoalbum. © Ausschnitt Screenshot Pinterest

Grünes für die Fensterbank

Viele Kinder sind begeisterte kleine Gärtner. Für diejenigen, die etwas Geduld mitbringen, ist das Anlegen eines Fensterbeetes eine gute Idee. In kleinen, mit Erde gefüllten Blumentöpfen können Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie gezogen werden. Auch Paprika- und Tomatenpflanzen fürs Gewächshaus können auf der Fensterbank ins Leben starten.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Saatgut und Erde entweder schon vorhanden sind oder in den geöffneten Geschäften erworben werden können. Bis das erste Grün sprießt, wird der kleine Gärtner allerdings ein paar Tage warten - und hin und wieder gießen müssen.

Hier können Pflanzen fürs Gewächshaus ins Leben starten.
Hier können Pflanzen fürs Gewächshaus ins Leben starten. ©  privat

Ausflüge diesmal digital

Die Ferienzeit ist für den Besuch im Museum und im Zoo bestens geeignet. Doch noch ist alles coronabedingt geschlossen. Aber Familien sind eingeladen, die Einrichtungen digital zu besuchen. Noch bis zum 7. Februar gibt es auf einer gemeinsamen Plattform von Naturkundemuseum, Schlesischem Museum und Görlitzer Sammlungen den Großeltern-Enkel-Tag. Auf einer digitalen Pinnwand sind Informationen, Bastelanleitungen, Filmchen und mehr zu finden. Die Nutzer können selbst etwas auf der Pinnwand posten. Registrieren oder anmelden muss man sich dafür nicht.

„Wie bei einem Museumsbesuch vor Ort braucht man Zeit und auch Muße, sich mit den Inhalten zu beschäftigen, in die Themenwelten einzutauchen. Oft wird online und digital als schnelllebig empfunden – das wollten wir ganz bewusst nicht. Es soll Spaß machen, sich mit unseren vielen Themen zu beschäftigen, Neues zu erfahren, Dinge zu entdecken. Unsere Museen haben so viele verschiedene Schwerpunkte, da sollte für alle Interessen etwas dabei sein, was neugierig macht“, schätzt die Museumspädagogin der Görlitzer Sammlungen, Ulrike Knoll, stellvertretend für alle drei Museen ein.

Das Naturkundemuseum unterbreitet über die Plattform Zoom interaktive Angebote, die für Kinder ab etwa fünf Jahre geeignet sind. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage. Auf dem Youtube-Kanal von Senckenberg gibt es Videos aus dem Görlitzer Museum, "zum Beispiel zur Ausstellung 'Abenteuer Neiße' und zum Insekt des Jahres, der Dänischen Eintagsfliege", erklärt Jana Bingemer von Senckenberg. Auf der Plattform Vimeo können Ferienkinder die Virtual Reality "Abenteuer Bodenleben" sowie die Animation "Neißeflug durch zwei Jahrtausende" anschauen.

Und auch auf der Homepage des Görlitzer Tierparks gibt es eine Einladung zum Besuch der Zooschule. Dort gibt es nicht nur wöchentlich neue Fragen zum Wissenserwerb, sondern viele Informationen zu Tieren.

Als Brettspiele gibts sogar welche mit lokalem Bezug: Hier Lars-Arne Dannenberg mit einem Herrnhuter Brettspiel.
Als Brettspiele gibts sogar welche mit lokalem Bezug: Hier Lars-Arne Dannenberg mit einem Herrnhuter Brettspiel. © www.wolfgang-wittchen.de

Wer hat noch weitere Vorschläge?

Das sind nur ein paar Vorschläge, damit es in den Ferien nicht langweilig wird. Viel mehr gäbe es noch zu erwähnen, zum Beispiel, mal wieder das bewährte "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Spiel hervorzuholen. Und vielleicht erleben alte Kartenspiele wie Mau-Mau, Rommé oder Offiziersskat genau so eine Renaissance wie Würfelspiele.

Wer noch eine ganz tolle Ferienidee gegen Langeweile hat, sollte sie schnell der SZ oder sächsische.de oder über SZ-Facebook mitteilen. Wir geben die Idee gern als Anregung weiter. *Name geändert

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